01.05. - Abschied nehmen - von Spielern und der Bayernliga

Das letzte Match von Absteiger Lohr und von Bob Zeleny im TSV-Trikot - Bardina beim Nationalteam

Bob Zelený

Bob Zelený

Foto: A. Röder

TSV Lohr (12:38 Punkte, Platz 12) - HSC Coburg II (26:24, Platz 5). - Samstag, 20 Uhr, Spessarttorhalle

Abschied nehmen heißt es meist am Ende einer Saison. Beim TSV Lohr gibt es diesmal jedoch nicht nur personelle Veränderungen. Der Bayernliga-Dino selbst muss nach zwölf Spielzeiten in Folge in der Oberliga den Gang in die Landesliga antreten.

Bereits in der Vorsaison standen die Lohrer mit einem Bein am Abgrund, hielten die Klasse am Ende dennoch, weil Rödelsee überraschend den Verbleib in der 3. Liga geschafft hatte. In dieser Runde zeichnete sich jedoch schon früh ab, dass der Abstieg für Lohr erneut ein Thema sein würde.

Das letzte Spiel an der Seitenlinie wird am Samstag Trainer Dieter Hess leiten. Das Handball-Urgestein war nach der Trennung von Otto Fetser im Oktober als Coach eingesprungen. Zur neuen Saison wird Bernd Becker abermals den Trainerposten übernehmen. Letztmals das TSV-Trikot werden Bob Zeleny (Waldbüttelbrunn), Steffan Meyer (Erlangen) und Gabor Farkas (Heidingsfeld) tragen. Wer den Lohrern auch in der neuen Spielzeit zur Verfügung stehen wird, am Samstag jedoch nicht aufläuft, ist Lohrs bester Feldtorschütze, Yannick Bardina. Der Luxemburger nimmt diese Woche an einem Lehrgang der Nationalmannschaft teil, am Wochenende finden Spiele statt.

Top-Schütze Karapetjan

Nachdem die Lohrer im jüngsten Spiel beim TSV Ismaning einen 38:25-Kantersieg landeten, soll auch im letzten Match vor heimischem Publikum ein Sieg her. Die Reserve aus Coburg führt in der Tabelle das Mittelfeld von vier Teams mit jeweils 26 Zählern an. Mit Hajck Karapetjan verfügen die Oberfranken über die Nummer eins der Bayernliga-Torschützenliste. Der individuell starke Akteur geht nicht nur in der Abwehr auf Ballgewinne, sondern ist auch im Angriff variabel einsetzbar. Er taucht auf unterschiedlichen Positionen im Rückraum auf und spielt im Eins-gegen-eins stark. Spielintelligent auf der Mitte agiert Coburgs Routinier Jonathan Rivera. »Er kann das Spiel lesen und dirigiert«, weiß Dieter Hess. »Coburg spielt aggressiv, aktiv und antizipativ in der Abwehr. Doch wir werden die positiven Momente aus dem Spiel gegen Ismaning mitnehmen.«

Kristina Endres

Quelle: Main-Echo