Der Titel ist greifbar nahe

06.03.16

Ferdinand Schmitt

Ferdinand Schmitt

Foto: A. Röder

TSV Lohr – TV Helmbrechts 34:14 (15:7)

Mit dem Heimsieg gegen den TV Helmbrechts ist die Meisterschaft für die Lohrer greifbar nahe. Ein Auswärtserfolg des Tabellenführers am kommenden Samstag in Rothenburg bei einem gleichzeitigen Punktverlust des TV Münchberg im Verfolgerduell gegen Ismaning – und die Lohrer hätten den Titel und den Direktaufstieg in die Bayernliga schon zweieinhalb Monate vor Saisonende in der Tasche.

Konzentrierter Auftritt

Die Partie gegen Helmbrechts stellte auf dem Erfolgsweg des TSV kein wirkliches Hindernis dar. „Wir hatten das im Griff. Vor allem in der Deckung haben wir 60 Minuten lang sehr diszipliniert gespielt“, attestierte Lohrs Trainer Bernd Becker seinem Team seriöses Arbeiten. Die Gastgeber ließen sich nämlich nicht von den oft sehr lange ausgespielten Helmbrechtser Angriffen herauslocken und gaben keine Lücken am Kreis frei, wo mit Thomas Köhler ein früherer Lohrer meist vergeblich auf Anspiele lauerte. „Da die Helmbrechtser aus dem Rückraum kaum gefährlich waren, ist denen wenig eingefallen“, meinte der Lohrer Co-Trainer Gerald Schmitt. So eroberten die Hausherren im Defensivverband immer wieder den Ball und erzielten einfache Kontertore. „Wir haben im Kopf nicht nachgelassen und das übers ganze Spiel durchgezogen, obwohl wir viel gewechselt haben“, so Becker, in dessen Team Benjamin Horn, Lukas Horky, Ferdinand Schmitt und der nach seiner Schulterverletzung in die Mannschaft zurückgekehrte Janis Gremzde mit je sieben Treffern die erfolgreichsten Werfer waren.

Mancher Lohrer Spielerwechsel war allerdings nicht ganz freiwillig: Daniel Baudisch schied mit geprelltem Mittelfuß aus, Marius Rahtz fiel und prallte auf den Rücken, auch Andreas Avar wurde ab der 20. Spielminute geschont. Das alles tat aber der Lohrer Dominanz keinen Abbruch, ein klarer Sieg des TSV war die logische Konsequenz.

So könnte Beckers Team bereits am Samstag die Saison krönen, ist aber auf die Mithilfe des TSV Ismaning angewiesen. Doch Getränke, mit denen ein möglicher Titelgewinn gefeiert wird, reisen am Samstag auf jeden Fall im Mannschaftsbus mit nach Rothenburg. Schließlich wollen die Lohrer für alle Eventualitäten gewappnet sein.

U. Sommerkorn

Lohr: Szabo (bis 40.), Prokscha (ab 40.) – Imhof (1), Baudisch, F. Schmitt (7/2), Avar, Kralik (2), Gremzde (7), Born (2), Rahtz, J. Scheiner, Horn (7), Zehnter (1), Horky (7).

Helmbrechts: Steppan, Seel – B. Aust, Trossmann (1), Wopperer, D. Aust (2), Köhler (2), Baier (4/3), Reetz, Leupold (2), Eckardt (1), Schenk, Rittweg, Müller (2).

Schiedsrichter: Haderlein/Haderlein (Nürnberg)

Zeitstrafen: 1:3.

Siebenmeter: 2/2 – 4/3.

Zuschauer: 350.

Spielfilm: 1:1 (5.), 5:2 (11.), 10:5 (23.), 15:7 (30.), 19:9 (36.), 26:10 (45.), 30:12 (51.).

Quelle: Main-Post