Jahresabschluss beim Schlusslicht

11.12.15

Foto: Wolfgang Zink

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Quelle: Main-Post

TSV Neutraubling – TSV Lohr

Mit einem Sieg im letzten Punktspiel 2015 will Landesligist TSV Lohr (1./18:2) das Handballjahr versöhnlich beschließen. Es war ein turbulentes Jahr mit dem Abstieg aus der Bayernliga, personellen Umbrüchen und einem Neuanfang eine Etage tiefer.

Nun steht der TSV auf dem ersten Landesligaplatz und besitzt gute Perspektiven auf eine Rückkehr ins bayerische Oberhaus. Also spricht alles für einen versöhnlichen Jahresabschluss, der nur durch einen sportlichen Ausrutscher beim Schlusslicht TSV Neutraubling (13./2:18) am Sonntag getrübt werden könnte.

„Außenseiter sind wir sicher nicht. Wichtig wird es sein, dass wir die Sache nicht zu leicht nehmen. Aber man muss sehen, dass Neutraubling gegen viele Mannschaften 40 oder 45 Minuten lang mitgehalten hat“, sagt Lohrs Trainer Bernd Becker über den Aufsteiger aus der Oberpfalz, gegen den sein Team weiter ungeschlagen bleiben soll. Voraussichtlich wird er mit seinem kompletten Kader – also elf Feldspielern und zwei Torhütern – an die Donau reisen. „Wir wollen das mit Ordnung und Disziplin zu Ende bringen“, macht Becker klar.

Auf einige Charakteristika des Gegners muss sich seine Mannschaft beim Auswärtsspiel am Sonntagnachmittag einstellen. So agiert Neutraubling mit einer 5:1-Deckung, deren verzogener Spieler extrem offensiv agiert und auf Ballgewinne spekuliert. Zudem besitzen die Gastgeber in Marvin Hoppe einen körperlich starken Rückraumspieler, der oft zum Kreis auflöst und daher das Neutraublinger Spiel variabler gestaltet. „Auswärts sind wir bislang nicht so stabil wie zu Hause“, sagt Becker und deutet an, dass er diesmal nicht so viel personell experimentieren will wie beim jüngsten 36:24-Heimsieg über den HC Bamberg, als Routiniers wie Lukas Horky, Janis Gremzde oder Milan Kralik lange oder gleich die ganze Spielzeit auf der Bank blieben.

Gespräche mit Spielern laufen

Nach der Partie trainieren die Lohrer in der kommenden Woche noch zweimal, dann geht die Mannschaft in eine zweieinhalbwöchige Winterpause. Am Montag, 4. Januar, steigt Bernd Becker mit seinem Team wieder ins Training ein. Sechs Tage später kommt dann der HSV Hochfranken zum letzten Rückrundenspiel nach Lohr. Derzeit führen die Verantwortlichen auch Gespräche mit Spielern, wie es mit ihnen in der kommenden Saison weitergeht. „Bis 10. Januar wollen wir das abgeschlossen haben“, macht Bernd Becker klar.

Der Coach plant im neuen Jahr mit der Rückkehr von Jannik Schmitt ins Team, der lange verletzt gewesen war. „Aber er wird seine Zeit brauchen und wohl erst einmal Spielpraxis in der zweiten Mannschaft sammeln“, so Becker.

Ferner werden sich der Coach und die sportliche Führung demnächst auch Gedanken über mögliche personelle Ergänzungen für die neue Runde machen. Besonders, da der Aufstieg in die Bayernliga ein immer wahrscheinlicheres Szenario zu werden beginnt.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post