Kein Lohrer Trübsal trotz eines Unentschiedens

27.09.15

TSV Ismaning – TSV Lohr 21:21 (8:7)

Den ersten Punkt der laufenden Saison verloren und dabei in letzter Sekunden noch den Ausgleichstreffer kassiert. Man könnte meinen, auf Seiten des TSV Lohr hätte nach dem Auftritt in Ismaning Tristesse geherrscht. Doch dem war nicht so. „Mit dem Punkt können wir leben, das Ergebnis ist gerecht“, bilanzierte Lohrs Trainer Bernd Becker nach 21:21 beim Bayernliga-Mitabsteiger.

Beckers Team war bei den Oberbayern lange Zeit einem Rückstand hinterhergelaufen in einer Partie, in der sich jedes Team seine Treffer sauer verdienen musste. Schnelle Konter des Gegners ließen beide Mannschaften kaum zu, die 6:0-Deckungen erwiesen sich hüben wie drüben als sattelfest. Zudem besaß Ismaning in Joachim Murgg einen Torwart, der herausragend hielt. Und auch sein Lohrer Gegenüber Tamás Szabó wartete mit einer guten Leistung auf.

Letztlich standen bei einer 16:13-Führung die Aktien gut für die Gastgeber. „Man hatte bis dahin nicht das Gefühl, dass wir wirklich rankommen“, bemerkte Lohrs Trainer Becker. Das änderte sich allerdings in der Schlussphase. Da ließen die Gäste kaum noch etwas zu und arbeiteten sich Tor um Tor nach vorne. Zunächst gelang der Ausgleich. Und eine gute Minute vor dem Abpfiff hielten die Gäste bei einer 21:19-Führung alle Trümpfe in der Hand. Doch just in dieser Phase schickten die Nürnberger Schiedsrichter gleich zwei Lohrer auf die Strafbank. Und die folgende Zwei-Mann-Überzahl nutzte Ismaning aus. Zunächst in Form des 20:21-Anschlusstores. Und kurz vor dem Ende brachten die Hausherren ihren Linksaußen Markus Mundl in Position, der zum 21:21-Endstand traf.

Lohrs Trainer Becker lobte seine Spieler dennoch: „Kämpferisch war es eine Top-Vorstellung.“ Und auch der Umstand, dass auch andere Kontrahenten im Meisterschaftskampf an diesem Wochenende Punkte ließen – allen voran Titelmitfavorit TSV Rothenburg – gestaltete das Endergebnis für die Lohrer dann doch erträglich.

U. Sommerkorn

Ismaning: Murgg, F. Deimel (n. e.) – Rolka (5), Pößl, Pohl, Wittmann, Stoiber (3), Wilke (1), Nortz (4/3), A. Deimel (1), Stumpf (1), Geserer (1), Mundl (4).

Lohr: Szabó, Prokscha (1 Siebenmeter) – Baudisch, Avar (2), Kralik (1), Gremzde (3), Born (3/2), Rahtz (2/2), Imhof (1), Horn (1), Zehnter (2/1), Horky (6/1).

Schiedsrichter: Haderlein/Haderlein (Nürnberg).

Zeitstrafen: 1:6.

Siebenmeter: 5/4 – 6/6.

Zuschauer: 250.

Spielfilm: 2:1, 4:3, 7:5, 8:7, 11:9, 13:11, 16:13, 17:16, 18:18, 19:21, 21:21.

Quelle: Main-Post