Keine Blöße gegeben

18.04.16

Ferdi Schmitt

Ferdi Schmitt

Foto: A. Röder

HC Bamberg – TSV Lohr 24:33 (12:16)

Daran konnte auch eine lautstarke Sambagruppe in der Halle am Bamberger Georgendamm nichts ändern, dass Meister TSV Lohr einen letztlich ungefährdeten Sieg beim gastgebenden HC einfuhr. „Wir haben auswärts mit neun Toren Unterschied gewonnen, es war souverän“, befand TSV-Trainer Bernd Becker, dessen Mannschaft zwar nicht den ganz anderen Glanz verströmte, aber ihre Aufgabe unter dem Strich doch souverän erledigte.

Schon die Voraussetzungen für die Begegnung boten nicht unbedingt den Rahmen für ein ganz großes Handballspiel. Lohr war als feststehender Meister zum designierten Absteiger nach Oberfranken gereist. Zudem trat der TSV ersatzgeschwächt mit nur neun einsatzfähigen Feldspielern an. Keeper Manuel Proschka und Spielmacher Daniel Baudisch saßen angeschlagen auf der Bank, griffen aber nicht ins Geschehen ein. Das dezimierte Aufgebot reichte aber, um das Spiel zu dominieren, aber nicht, um eine Gala zu bieten.

Gefährliche Außenspieler

In der ersten Hälfte war das Rückzugsverhalten des Gastes noch ausbaufähig, so dass Bamberg eine Reihe von Treffern über den Gegenstoß erzielte. Auch Lohr war immer dann am besten, wenn der TSV den Ball selbst schnell aus der eigenen Hälfte nach vorne brachte. Kein Wunder, dass zwei Außenspieler in dieser Situation auffälligste Akteure und auch beste Torschützen auf Lohrer Seite waren. Ferdinand Schmitt zeichnete für zwölf Treffer verantwortlich, Benjamin Horn war siebenmal erfolgreich. Schließlich konnten die Lohrer kurz nach neun Uhr am Samstagabend den Mannschaftsbus besteigen und zufrieden die Heimreise antreten.

Für den Meister steht am kommenden Samstag, 23. April, das letzte Saison-Heimspiel gegen Kellerkind TSV Neutraubling an. Eine gute Gelegenheit für die Lohrer, um sich nach einer wahrlich gelungenen Saison in der heimischen Spessarttorhalle vom eigenen Anhang zu verabschieden.

U. Sommerkorn

Bamberg: Kropf, Scharf – Herold (2), Dietz (10), Sommer (3), Kustos (4), Götz, Fath (1), Schnippering, Görtler, Schöffel (4/4).

Lohr: Szabo, Prokscha (n. e.) – Imhof (3), Baudisch (n. e.), F. Schmitt (12/5), Avar, Kralik, J. Schmitt (1), Born, Horn (7), Zehnter (5), Horky (4).

Schiedsrichter: Göckel/Wölfel (Röthenbach/Wendelstein)

Zeitstrafen: 7:5

Siebenmeter: 4/4 – 5/5

Zuschauer: 150.

Spielfilm: 1:1, 3:3, 4:9 7:11, 11:14, 12:16, 13:18, 16:22, 22:25, 22:30.

Quelle: Main-Post