Lohr baut auf seine Heimstärke

03.12.15

Trainer Bernd Becker

Trainer Bernd Becker

TSV Lohr – HC Bamberg

(Samstag, 19.30 Uhr, Spessarttorhalle)

Das jüngste Unentschieden in Münchberg hat beim Spitzenreiter TSV Lohr (1./16:2) die Erkenntnis reifen lassen, dass die Bäume doch nicht gleich in den Himmel wachsen. „Man sieht, dass wir zumindest auswärts noch nicht stabil genug sind, um so ein Spiel souverän nach Hause zu bringen. Dass sich das ändert, dazu braucht es Zeit“, macht Trainer Bernd Becker klar. In eigener Halle sieht das dagegen anders aus, da haben die Lohrer alle vier Spiele gewonnen und ein Torverhältnis von 125:79 zu Buche stehen. Zuletzt gab es in der Spessarttorhalle Kantersiege gegen Gegner aus Rothenburg (29:18) und Cham (32:14), die mit dem Etiketten von Spitzenteams angereist waren.

Mit dem HC Bamberg (12./5:15) kommt nun ein Gegner, bei dem so mancher Betrachter den nächsten deutlichen Erfolg erwarteten dürfte, rangiert doch der Aufsteiger aus Oberfranken auf dem vorletzten Platz. Doch Trainer Becker mahnt sein Team zur Ernsthaftigkeit und erkennt beim Gegner durchaus Qualität: „Die Bamberger sind keine Mannschaft, die falsch in der Landesliga ist. Sie haben speziell gegen Spitzenteams gut mitgehalten und da zum Teil unglücklich verloren. Gefehlt hat ihnen oft nur etwas Konstanz im Spiel.“

Besonders den Bamberger Rückraum stuft Becker als durchschlagskräftig ein. Da stehen mit Nicolai Schöffel (früher HSG Fichtelgebirge) und Matthias Hoh (früher HG Kunstadt) gestandene Akteure. Doch gegnerische Angreifer taten sich zuletzt bei Partien in der Spessarttorhalle ziemlich schwer, bei den letzten drei Heimspielen hielten die Lohrer ihre Gäste jeweils unter 20 Tore.

Gegen zwei Kellerkinder

Personell wird sich gegenüber dem jüngsten 21:21 in Münchberg beim Spitzenreiter wenig ändern, Trainer Becker plant mit den selben 13 Akteuren wie zuletzt. Den letzten freien Platz im Aufgebot könnte ein Akteur aus der Reserve übernehmen, die tags drauf den TSV Partenstein zum Bezirksoberliga-Derby empfängt. Auf jeden Fall will der Tabellenführer seine letzten beiden Spiele des Jahres, nun gegen den Vorletzten Bamberg und am Sonntag, 13. Dezember, beim Schlusslicht TSV Neutraubling, siegreich über die Bühne bringen. Schließlich wollen die Lohrer als Spitzenreiter Weihnachten feiern. Und das am besten mit einem komfortablen Vorsprung auf die Verfolger aus Cham und Münchberg, die an den zwei folgenden Spieltagen noch schwere Aufgaben vor sich haben.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post