Lohr reist zum Absteiger-Duell

25.09.15

Foto: Wolfgang Zink

Foto: Wolfgang Zink

Quelle: Main-Post

TSV Ismaning – TSV Lohr

(Samstag, 19.30 Uhr, Schulsporthalle)

Auch wenn Bernd Becker, Trainer des TSV Lohr (4./4:0), und Tom Eck, Coach des TSV Ismaning (5./3:1), am Samstagabend Kontrahenten sind, so haben sie unter der Woche doch miteinander telefoniert. Beide sind befreundet und tauschen bisweilen Informationen rund um die Liga untereinander aus. Beide eint auch die Aufgabe, dass sie einen Bayernliga-Aufsteiger in die Landesliga-Saison führen.

Doch damit enden auch schon die Gemeinsamkeiten: Anders als Bernd Becker hat der Ismaninger Coach sein Team bereits in der vergangenen Saison betreut. Und anders als bei den Lohrern war der Abstieg der Oberbayern durchaus einkalkuliert, hatte doch Ismaning vor gut einem Jahr eine erkleckliche Zahl an Abgängen zu verkraften. Doch der geordnete Rückzug scheint gelungen: „Das Team, gegen das wir am Samstag spielen, ist fast identisch mit dem der letzten Saison. Fast alle Ismaninger Neuzugänge sind verletzt“, so Bernd Becker. Daher ist es umso überraschender, dass der TSV Ismaning am vergangenen Sonntag bei der HSG Lauf/Heroldsberg, eigentlich ein gestandenes Landesliga-Team, einen 39:24-Sieg verbucht hat.

Becker fährt nicht nur deshalb mit einer gehörigen Portion Respekt nach Ismaning: „Das ist unsere bislang schwerste Aufgabe. Wir haben es mit einem Gegner zu tun, der eine konsequente Abwehr spielt und der gefährlich aus dem Rückraum ist.“ Sein eigenes Team entpuppte sich in den ersten beiden Saisonspielen in Roßtal und zu Hause gegen Regensburg als echte Wundertüte. Nach zwischenzeitlichen Neun- bzw. Zehn-Tore-Führungen geriet der Meisterschaftsfavorit beide Male am Ende noch in echte Schwierigkeiten. Und die kurzfristigen Abgänge von Yannick Bardina zu Beginn des Monats sowie von Henrik Nass in dieser Woche (wir berichteten) haben nun auch nicht zur Beruhigung der Gemüter beigetragen. Nach Ismaning werden die Lohrer nur mit elf Feldspielern und zwei Torhütern reisen, der freie Platz von Henrik Nass bleibt diesmal unbesetzt.

Nach jedem der vorangegangenen Zitterspiele hatte Becker betont, dass für ihn und sein Team noch eine Menge Arbeit bevorstehe. Dennoch kann er die ganze Situation noch mit einer Portion Humor betrachten: „Wir werden in Ismaning diesmal nicht nach einem Neun-Tore-Vorsprung das Nervenflattern kriegen. Denn so hoch werden wir da sicher nicht in Führung liegen.“

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post