Lohr vor einer Expedition ins Tierreich?

04.03.16

Janis Gremzde

Janis Gremzde

Foto: A. Röder

TSV Lohr – TV Helmbrechts

(Samstag, 19.30 Uhr, Spessarttorhalle)

Tiernamen haben bei Handball-Mannschaften offenbar Konjunktur. Immer mehr Teams legen sich Namenszusätze aus der Welt der Fauna zu. Da gibt es Löwen, Wölfe, Bullen oder gar Frösche, die Bälle in Tore zu werfen versuchen. Auch in der Landesliga hat ein Team schon eine solche Verbal-Expedition ins Tierreich unternommen. Die Handballer des TV Helmbrechts, die Samstagabend in der Lohrer Spessarttorhalle zu Gast sind, titulieren sich schon seit geraumer Zeit als „Füchse“.

Zunächst keine Änderung

„Ich gebe zu, wir haben auch schon über so etwas nachgedacht“, antwortet Lohrs Abteilungsleiter Ludwig Scheiner auf die Frage, ob es den Bestrebungen gebe, auch dem TSV-Team einen Namenszusatz aus dem Tierreich zu verpassen. Welches Tier als Namenspate in Frage komme, sei einfach zu beantworten – nämlich der im nahen Spessart häufig anzutreffende Keiler, sagt der Abteilungsleiter. Aber dass die TSV-Handballer in der kommenden Saison als Lohrer Keiler an den Start gehen, sei jedoch unwahrscheinlich, betont Scheiner.

Am Samstagabend jedenfalls läuft das Team noch als TSV Lohr (1./31:3) auf, und Trainer Bernd Becker interessiert sich mehr für den Ausgang des Spiels gegen Helmbrechts (7./17:19) als für Tiernamen. Gut für die Gastgeber, dass Kapitän Janis Gremzde aller Voraussicht nach ins Team zurückkehren wird. Ohne den lettischen Rückraumspieler fehlte es den Lohrern zuletzt mitunter an Durchschlagskraft in der Offensive. „Janis hat zuletzt wieder trainiert. Ich gehe davon aus, dass er am Samstag wieder dabei ist“, erklärt Becker. Auch alle anderen Akteure in seinem Aufgebot seien einsatzfähig. Also eigentlich gute Voraussetzungen, um die Lohrer Tabellenführung – der TSV weist gegenwärtig acht Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Münchberg auf – weiter auszubauen. „Ich hoffe, dass es etwas leichter wird als im Hinspiel“, erinnerte der Coach ans erste Treffen im Oktober, als der TSV in Oberfranken nur hauchdünn mit 25:24 gewann.

Ob es ein attraktives Spiel werden wird, da ist sich Becker nicht so sicher: „Helmbrechts spielt Angriffe extrem lang. Viel wird von den Schiedsrichtern abhängen, ob sie dagegen einschreiten“, macht der Lohrer Coach klar. Besonders vorbereitet hat er seine Mannschaft auf die Helmbrechtser Anspiele an den Kreis, wo neben Mirko Eckstein mit Thomas Köhler ein früherer Lohrer zu finden ist, der in Beckers erster Amtszeit eine Saison beim TSV spielte.

Cocktailbar als Reisegrund?

Unter der Woche buhlten die Helmbrechtser auf ihrer Facebook-Seite noch um Fans, die ihr Team mit dem Bus nach Lohr begleiten. Und sie warben in dem Post nicht nur damit, dass ihr Team beim Tabellenführer spiele, sondern versuchten den potenziellen Mitfahrern die Reise nach Unterfranken auch mit der Existenz einer Cocktailbar im Lohrer Hallenfoyer schmackhaft zu machen.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post