Lohrer fahren mit Rückenwind nach Lauf

16.10.15

Trainer Bernd Becker

Trainer Bernd Becker

HSG Lauf/Heroldsberg – TSV Lohr

(Sonntag, 16.30 Uhr, Haberloh Lauf)

Zuletzt ein souveräner Heimsieg und nun ein Auswärtsspiel bei einem Gegner, der zu Wochenbeginn einen harten personellen Rückschlag verkraften musste. Eigentlich spricht alles dafür, dass die Lohrer Handballer (3./7:1) ihr drittes Saison-Auswärtsspiel mit einem Erfolg beenden. „Es war eine lockere und angenehme Trainingswoche“, berichtet TSV-Coach Bernd Becker, der aber ergänzt: „Dass Leichtsinn aufkommt, werde ich schon verhindern.“

Mit welcher Besetzung der Bayernliga-Absteiger am späten Sonntagnachmittag im Laufer Sportzentrum Haberloh die Partie angehen wird, ist aber noch ungewiss. Der Einsatz der angeschlagenen Kreisläufer Marius Rahtz und David Imhof, die beim jüngsten 37:21-Heimsieg über die HSG Fichtelgebirge pausiert hatten, ist auch beim Auftritt im äußersten Osten Mittelfrankens unsicher. Dazu laboriert Linksaußen Andreas Avar an einer Rückenverletzung, auch sein Mitwirken gegen die HSG Lauf/Heroldsberg (10./2:6) ist fraglich. So will Bernd Becker erst kurzfristig entscheiden, ob er Spieler aus dem Kreis der zweiten Mannschaft, die Samstagabend zu einer Bezirksoberoberliga-Partie beim TV Großlangheim antritt, nachnominieren wird. Wahrscheinlich ist, dass Abwehrchef Milan Kralik wie auch zuletzt wieder Einsatzzeiten in der Offensive am Kreis erhält.

Doch auch die Gastgeber müssen sich bei der Besetzung ihrer Kreisläuferposition etwas einfallen lassen. Denn der zu Saisonbeginn vom Bayernligisten HC Sulzbach/Rosenberg zur HSG zurückgekehrte Daniel Laugner ist schon wieder weg. Zu Beginn der Woche holte Drittligist SV Auerbach den bulligen Kreisspieler in seine Reihen und will ihn bereits am Samstag in der Begegnung mit der MSG Modau/Groß Bieberau einsetzen. „Laugner war zusammen mit Spielmacher Jens Scheuerer die Achse, über die vieles lief. Ich bin gespannt, wie das Lauf/Heroldsberg kompensiert“, sagt der Lohrer Trainer.

Laugner ist nicht der einzige Verlust, den die Gastgeber in den letzten Monaten verarbeiten mussten. So wechselte vor Saisonbeginn mit Timo Löw ein talentierter Linkshänder zum Liga-Rivalen nach Rothenburg. Zur selben Zeit beendete auch der langjährige Trainer Andreas Tam, der das Team als gute Landesliga-Adresse etabliert hatte, seine Tätigkeit bei der HSG. Nachfolger des früheren Bundesliga- und DDR-Oberliga-Handballers ist mit Markus Korn ein ehemaliger Spieler aus den Reihen der Laufer und Heroldsberger.

Dass er ein schweres Erbe antritt, war in den ersten Saisonspielen zu sehen, als die HSG aus vier Partien nur zwei Punkte holte. „Die stehen unter Druck, die müssen punkten“, macht Lohrs Trainer Becker klar, dass Ausflug ins Nürnberger Land doch nicht so entspannt werden könnte, wie mancher sich das vielleicht vorstellt.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post