Mit bewährtem Rezept

11.02.2016

Janis Gremzde

Janis Gremzde

Foto: Y. Vogeltanz

HSG Fichtelgebirge – TSV Lohr

(Samstag, 16.30 Uhr, Volksschule Wunsiedel)

Auf der Auswechselbank von Spitzenreiter TSV Lohr (1./28:2) dürfte es beim Auswärtsspiel gegen die HSG Fichtelgebirge (8./15:15) am Samstagnachmittag in der Volksschule Wunsiedel vergleichsweise übersichtlich sein. Mit nur zehn einsatzfähigen Feldspielern reist die Mannschaft von Trainer Bernd Becker in den äußersten Nordosten des Freistaats. Verzichten müssen die Lohrer auf Janis Gremzde, der lettische Rückraumspieler hat sich eine Zerrung in seiner erst im Frühjahr 2015 operierten Schulter zugezogen und soll geschont werden. Aus den Reihen der zweiten Mannschaft will Bernd Becker keinen Akteur nachnominieren, schließlich ist die TSV-Reserve durch Ausfälle personell geschwächt und kann beim parallel stattfindenden Auswärtsspiel beim TSV Rödelsee II jeden Akteur dringend gebrauchen.

Becker gibt sich dennoch zuversichtlich: „Zuletzt hat Janis auch nicht gespielt, und trotzdem hat alles gut geklappt“, sagt er und weist darauf hin, dass seine Spieler in der laufenden Runde reichlich Selbstvertrauen getankt haben. In der gesamten Saison haben sie noch keine Partie verloren, zuletzt sechs Punktspielsiege in Folge gefeiert, und sie rangieren mit neun Punkten Vorsprung auf Verfolger Münchberg auf Tabellen- und Direktaufstiegsplatz eins. „Wir schauen, dass wir eine stabile Defensive stellen und über Konter einfache Tore machen“, erklärt Becker die Herangehensweise, die in der laufenden Saison schon oft erfolgreich gewesen war.

Ganz so leicht wie am 10. Oktober 2015 dürfte es für die Lohrer aber nicht werden, denn da gewann Beckers Team das Hinspiel in eigener Halle klar mit 37:21. „Damals hatten die nur sieben gesunde Feldspieler dabei, von denen sich einer während des Spiels auch noch verletzt hat“, so Becker. Nun beim Auftritt in Wunsiedel erwartet der TSV-Coach eine deutlich stärkere HSG Fichtelgebirge. Beim Team der vom früheren tschechischen Nationaltrainer Vladimir Haber gecoachten Oberfranken lobt Becker die Stärke des Rückraums, die Durchsetzungskraft von Kreisläufer Michal Pich und die Treffsicherheit von Rechtsaußen Stefan Flasche.

Keine gravierenden Änderungen

Auf Lohrer Seite laufen derzeit die letzten Umbauarbeiten am Team für die Saison 2016/17, die für den TSV noch derzeitiger Lage der Dinge in der Bayernliga stattfinden wird. Nach der feststehenden Rückkehr von Rückraumspieler Bohuslav Zeleny (von der DJK Waldbüttelbrunn) und dem Abgang von David Imhof in die eigene zweite Mannschaft suchen die Lohrer noch einen Nachfolger für den Kreisspieler.

Daneben seien alle Handballer, die im Laufe der Jahre aus anderen europäischen Ländern nach Lohr gekommen sind, auch für die kommende Saison an den TSV gebunden, bestätigt Abteilungsleiter Ludwig Scheiner. So wurde der ungarische Keeper Tamás Szabo mit einem neuen Ein-Jahres-Vertrag ausgestattet. Der tschechische Rückraumspieler Lukas Horky, der zuletzt Objekt des Interesses anderer Vereine gewesen sein soll, besitzt nach Scheiners Worten einen Vertrag, der für die kommende Saison noch Gültigkeit hat. Das bedeutet: Das Gesicht des Lohrer Teams wird sich in der neuen Spielzeit nur wenig verändern.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post