Mit personellen Problemen nach Bamberg

14.04.16

Foto: Wolfgang Zink

Foto: Wolfgang Zink

Quelle: Main-Post

HC Bamberg – TSV Lohr

(Samstag, 19 Uhr, Halle Georgendamm)

In den letzten drei Saisonspielen, die mit der Partie am Samstagabend in Bamberg (12./11:33) beginnen, hat es Meister TSV Lohr (1./37:5) ausschließlich mit Teams zu tun, die auf Abstiegsplätzen rangieren und diese auch nicht mehr verlassen können.

„Es ist gut, dass wir jetzt nur noch gegen Gegner spielen, bei denen die Entscheidung schon gefallen ist. Schließlich will man sich nicht nachreden lassen, dass man Wettbewerbsverzerrung betreibt“, betont Lohrs Trainer Bernd Becker. Denn sein Team fährt ersatzgeschwächt nach Oberfranken und ist daher nicht so stark besetzt wie in anderen Spielen in der Saison.

Nicht dabei ist Janis Gremzde, der sich beim jüngsten 27:22-Heimerfolg über Münchberg eine Leistenverletzung zugezogen hat. „Wir gehen davon aus, dass es eine schwere Leistenzerrung ist und dass für Janis die Saison vorbei ist. Um auszuschließen, dass es etwas Schlimmeres ist, braucht es aber noch eine Ultraschalluntersuchung“, sagt der Lohrer Trainer. Daneben fehlt der im Urlaub befindliche Marius Rahtz. Becker: „Das mit dem Urlaub war so abgesprochen, dass er erst geht, wenn die Meisterschaft perfekt ist.“ Ferner weisen Keeper Manuel Prokscha und Daniel Baudisch nach ihren Verletzungen noch Trainingsrückstand auf. Dazu hat Benjamin Horn noch bis dreieinhalb Stunden vor Spielbeginn eine Lehrveranstaltung an der Universität Gießen. Der Rechtsaußen will anschließend nach Lohr fahren, wo ihn Betreuer Otto Heine in Empfang nehmen soll, um ihn nach Bamberg zu bringen.

Da die zweite Mannschaft zur selben Zeit ein Bezirksoberliga-Spiel bei der TG Heidingsfeld bestreitet, kann sich Becker auch nicht aus dem Reservoir der Reserve bedienen, aus dem Jannik Schmitt schon vor einigen Wochen in den Kreis der ersten Mannschaft aufgerückt ist. „Trotz allem wollen wir gewinnen. Und ich bin sicher, dass wir eine konkurrenzfähige Mannschaft stellen“, so Becker.

Den bereits abgestiegenen Gastgeber aus Bamberg schätzt Becker nicht so schwach ein, wie es dessen vorletzter Tabellenplatz glauben machen könnte. „Seit die keinen Druck mehr haben, spielen die Bamberger befreit auf“, so seine Einschätzung. Zuletzt beim Auswärtsspiel bei der HSG Lauf/Heroldsberg bereiteten sie dem Aufstiegskandidaten aus Mittelfranken gewaltige Probleme und unterlagen nur mit 25:30.

Problemzone des HC ist freilich die Abwehr: Kein Landesligist hat mehr Treffer kassiert als die Bamberger, bei denen 658 Gegentreffer in 22 Spielen zu Buche stehen.

Der Lohrer Fahrplan Richtung Bayernliga

Nach dem letzten Saisonspiel am Samstag, 30. April, beim HSV Hochfranken nehmen die als Meister feststehenden Lohrer Kurs auf die Bayernliga-Saison 2016/17. Hier die Eckpunkte auf dem Weg zur Bayernliga:

2. Mai: Abschlussbesprechung.

Pfingsten: viertägige Abschlussfahrt des Teams nach Mallorca.

12. Juni: Trainingsauftakt für die neue Runde.

23./24. Juli: Turnier um den Keiler-Cup in der Lohrer Spessarttorhalle, Ende der ersten Vorbereitungsphase.

25. bis 31. Juli: Trainingspause (während der Lohrer Spessartfestwoche).

1. August: Auftakt der zweiten Trainingsphase.

10./11. oder 17./18. September: Rundenstart (noch nicht offiziell terminiert).

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post