Nächste Chance auf die Lohrer Meisterparty

01.04.16

Foto: Wolfgang Zink

Foto: Wolfgang Zink

Quelle: Main-Post

ASV Cham – TSV Lohr

(Samstag, 19.30 Uhr, Rundsporthalle Roding)

Zweite Chance für die Handballer des TSV Lohr (1./33:5), die Meisterschaft und den Direktaufstieg in die Bayernliga perfekt zu machen. Anders als drei Wochen zuvor in Rothenburg ist das Team von Trainer Bernd Becker nun nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen. Ein Sieg am Samstagabend beim ASV Cham (7./22:18) – und die Lohrer können die Meisterparty starten, völlig egal, wie Konkurrenz spielt.

„Die Heimfahrt könnte lustig werden“, merkt Trainer Becker an, dessen Team Samstagnacht rund 270 Kilometer aus dem Bayernwald bis nach Hause mit dem Bus zurücklegen wird. Die Frage ist nur, ob die Lohrer als feiernde Meister heimfahren oder weiter als Titelträger in Wartestellung. Schließlich gibt es am Titelgewinn des TSV kaum Zweifel. Beckers Team hätte nämlich im Fall einer Niederlage die Möglichkeit, die Saison in den vier sich noch anschließenden Begegnung zu krönen.

Doch die Lohrer wollen nicht mehr warten. „Das merkt man im Training, dass die Leute jetzt den Deckel draufmachen wollen“, betont der Lohrer Coach. Allerdings erwartet er eine schwere Aufgabe in der Partie, die wegen eines in der Chamer Fraunhofer-Halle stattfindenden Trödelmarkts ins nahe Roding verlegt worden ist. „Auswärtsspiele beim ASV Cham sind immer unangenehm“, sagt Bernd Becker.

Einen leichten Vorteil für sein Team sieht er jedoch im Umzug nach Roding: „Die Halle in Cham ist sehr eng, die Zuschauer stehen sehr nah am Spielfeld. Da geht es dann oft sehr hektisch zu. In Roding ist die Halle größer, und die Zuschauer sitzen weiter oben.“

Einer im Lohrer Team kennt die Verhältnisse in der Rundsporthalle bestens. Janis Gremzde trug vor seinem Wechsel zum TSV für eineinhalb Jahre das Rodinger Trikot und spielte für die Oberpfälzer vor deren Rückzug im Jahr 2013 in der Bayernliga. Der Lette ist nun Teil eines etwas geschrumpften Lohrer Rückraums, denn bei den Gästen ist Daniel Baudisch nach seiner Prellung am Fuß noch nicht wieder einsatzfähig.

Dafür erwägt der Coach, Jannik Schmitt aus der zweiten Mannschaft nachzunominieren, denn große Wechselmöglichkeiten sind nach Bernd Beckers Einschätzung ein großer Vorteil für sein Team. „Es wird darauf ankommen, dass wir das Tempo hochhalten“, sagt Becker und weist darauf hin, dass Cham über starke Individualisten verfüge, die aber schon etwas in die Jahre gekommen und daher für gegnerische Konter besonders anfällig seien.

Tschechische Leistungsträger

Beim ASV Cham geben vor allem Handballer aus dem nahen Tschechien den Ton an. Lukas Pelikan, Lucas Klima und Petr Tahovsky erzielten beim jüngsten 25:23-Erfolg der Oberpfälzer über die HSG Lauf/Heroldsberg 21 von 25 Toren. Dem Treiben dieses Trios will Becker zuvorderst Einhalt gebieten. Gelingt dies, dann stehen die Chancen gut, dass die Lohrer am Ende feiern können.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post