Neue Ziele beim Landesliga-Champion

08.04.16

Foto: Wolfgang Zink

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Quelle: Main-Post

TSV Lohr – TV Münchberg

(Samstag, 19.30 Uhr, Spessarttorhalle)

Seit vergangenem Samstag, seit dem 29:25-Sieg in Cham steht die Meisterschaft des TSV Lohr (1./35:5) und damit die Rückkehr in die Bayernliga fest. Klar, dass dies ein Anlass ist, bei Trainingseinheiten Dinge in den Vordergrund zu stellen, die Spielern vor allem Spaß machen sollen: „Am Montag habe ich den Fußball herausgeholt“, verrät Lohrs Coach Bernd Becker, für dessen Team noch vier Spiele in dieser Runde anstehen. Bei den übrigen Übungseinheiten in dieser Woche sei aber normal trainiert worden. „Schließlich wollen wir die Saison ordentlich zu Ende bringen und in eigener Halle ungeschlagen bleiben“, macht Becker vor dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten TV Münchberg (2./27:15) klar.

Im Hinspiel bei den Oberfranken gab es für die Lohrer beim 21:21 eines von drei Unentschieden in dieser Saison. „Daher haben wir etwas gutzumachen“, erklärt der Lohrer Trainer.

In den Kader seines Team wird voraussichtlich mit Jannik Schmitt ein Rückraumspieler aus der zweiten Mannschaft rücken, der in dieser Saison über Monate verletzt gefehlt hatte, zuletzt aber wieder auf Touren gekommen war. Auch Daniel Baudisch hat in dieser Woche nach seiner Prellung am Fuß wieder das Training aufgenommen. Ob es für den Spielmacher aber schon für einen Einsatz am Samstag reicht, ist noch offen.

Beim TSV Rödelsee droht der Bayernliga-Verzicht

Eigentlich hatten sich Lohrs Handballer mit dem seit vergangenem Wochenende feststehenden Bayernliga-Abstieg in der Tasche darauf gefreut, kommende Saison wieder Derbys gegen unterfränkische Konkurrenten zu bestreiten. Spielen doch mit der DJK Waldbüttelbrunn und der DJK Rimpar II zwei unterfränkische Teams in der Klasse, zudem steht der Abstieg des Drittligisten TSV Rödelsee in die Viertklassigkeit bereits fest. Doch ob die Rödelseer in der Bayernliga antreten, ist ungewiss. Derzeit ist es wahrscheinlicher, dass die Landes- oder Bezirksoberliga die neue sportliche Heimat sein wird. Dies bestätigte Rödelsees Geschäftsführer Tobias Demel: „Wir sind nicht mehr in der Lage, vom Aufwand und der Wirtschaftlichkeit her in der Dritten Liga anzutreten. “ Zudem hätten sechs Spieler erklärt, Handball in der neuen Runde im bisherigen Umfang nicht weiter zu betreiben. „Eine weitere Saison wie die laufende wollen wir nicht. Das macht krank“, stellt Demel fest. Er begründet dies mit „nur Niederlagen, abspringenden Sponsoren und Fans“. Die Spielordnung des Bayerischen Handballverbandes ermögliche, einen Eingliederungs-Antrag für die Landes- oder Bezirksoberliga zu stellen. Diesen Paragraphen wollen die Rödelseer in Anspruch nehmen. Welche Liga es letztlich werden wird, steht noch nicht fest. Lohrs Abteilungsleiter Ludwig Scheiner findet die Entwicklung „schade. Wir hätten uns sehr auf zwei Derbys gegen Rödelsee gefreut.“

urs/wro

Quelle: Main-Post