Ohne Drama geht es nicht beim TSV Lohr

21.09.15

Janis Gremzde

Janis Gremzde

Foto: Yvonne Vogeltanz

TSV Lohr – SG DJK SB/SC Regensburg 27:26 (17:11)

Ohne ein bisschen Drama scheint es dieser Tage beim TSV Lohr einfach nicht zu gehen. Zwar feierte der Bayernliga-Absteiger bei seiner Heimpremiere gegen Regensburg vor 350 Zuschauern zu ungewohnter Zeit am Sonntagnachmittag den zweiten Sieg im zweiten Rundenspiel. Doch wie einer Woche zuvor bei der Rundenpremiere in Roßtal mutete das Team von Trainer Bernd Becker seinem Anhang am Ende noch das große Zittern zu.

Anfangs hoch überlegen

„47 Minuten lang haben wir fast alles richtig gemacht“, berichtete Becker. Die Abwehr stand, vorne erspielte sich der Gastgeber seine Chancen, die mit einigen Routiniers angereisten Gäste aus der Oberpfalz schienen keine Chance zu haben. Tor um Tor vergrößerte der Meisterschaftsfavorit seinen Vorsprung. Und als noch 13 Minuten zu spielen waren, lag Lohr mit 24:14 vorne. Was sollte da noch passieren?

Doch dann geriet alles schnell ins Wanken. Manndeckung gegen die TSV-Spieler Lukas Horky und Janis Gremzde, ein paar Ballverluste, ein paar Schiedsrichterpfiffe, mit denen die Einheimischen nicht einverstanden waren, ein paar Regensburger Gegenstoßtore – und schnell war's vorbei mit der anfänglichen Lohrer Souveränität. Der Gast um den achtmal erfolgreichen Steve Müller holte Tor um Tor auf und war drei Minuten vor Schluss auf 24:25 dran. Es blieb eng bis zum Schluss, doch Lohr brachte den Vorsprung ins Ziel, weil Lukas Horky und Ferdinand Schmitt vom Siebenmeterstrich aus in der Endphase trafen. Immerhin hatte der Gastgeber sein Schicksal stets selbst in der Hand, kein einziges Mal im zweiten Abschnitt besaß Regensburg bei Ballbesitz die Ausgleichschance.

„Zumindest haben wir uns in der kritischen Phase behauptet und das Spiel gewonnen“, fasste Trainer Becker zusammen, um dann hinterherzuschicken: „Es ist aber klar, dass wir noch eine Menge arbeiten müssen.“ Schließlich will die Mannschaft ihren Anhängern nicht bei jedem Spiel den Angstschweiß auf die Stirn treiben.

U. Sommerkorn

Lohr: Szábo (1. – 50.), Prokscha (50. – 60.) – J. Scheiner (n. e..), Baudisch (1), F. Schmitt (4/4), Nass (1), Avar (2), Kralik, Gremzde (4), Born (1), Rahtz (1), Horn (5), Zehnter (4), Horky (4).

Regensburg: Zapf, Schöberl – Sendelbach (3), Hiersemann (1), Schindler, Sigl (2), S. Müller (8), Kreil (1), Fuchs (3/1), Heiligtag (1), Bayer (2), Beul (1), Baha, Elgeti (4/1).

Schiedsrichter: Grimm/Müller (Rothenburg/Dinkelsbühl).

Zeitstrafen: 11:8.

Siebenmeter: 4/4 – 3/2.

Zuschauer: 350.

Spielfilm: 0:2, 5:3, 10:4, 14:9, 17:11, 20:12, 24:14, 25:20, 25:24, 26:25, 27:25, 27:26.

Quelle: Main-Post