Party mit Bier, Sekt und Pizza

04.04.16

ASV Cham – TSV Lohr 25:29 (12:15)

Am Samstagabend konnte sie steigen – die Lohrer Meisterschaftsfeier. Nach dem Sieg in der Rodinger Rundsporthalle gegen den ASV Cham begingen die Gäste mit Bier und Sekt den Titelgewinn am fünftletzten Spieltag. Dazu gab es Pizza, die in Roding direkt geordert und vor dem Mannschaftsbus verzehrt wurde. „Die Getränkebestände waren dann schon etwas reduziert, als ich ausgestiegen bin“, berichtet Lohrs aus Höchberg stammender Trainer Bernd Becker, der Samstagnacht gegen zwei Uhr in Würzburg den Bus verließ. Der Rest des Teams, das in den Bayerwald nur von einem Dutzend Anhänger begleitet worden war, feierte anschließend in Lohr noch bis in die frühen Morgenstunden. Die Freude war groß, nach dem Abstieg aus der Bayernliga in der Vorsaison nun mit dem Landesliga-Titelgewinn die direkte Rückkehr in die höchste Klasse im Freistaat geschafft zu haben.

Weil bereits vor Anpfiff der Lohrer Partie gegen Cham der Verfolger aus Regensburg sein Spiel verloren hatte, hätte dem TSV in Roding auch ein Unentschieden gereicht. „Wir haben den Spielern das nicht gesagt. Wir wollten, dass die Leute nicht zu sehr ins Nachdenken kommen“, so Trainer Becker. Seine Spieler erledigten die Aufgabe ohne großen Glanz, aber gleichwohl souverän. Über weite Strecken behauptete der Gast einen Vorsprung von drei bis vier Toren.

Nach dem Wechsel ordnete Becker für Chams Topwerfer Petr Tahovsky eine kurze Deckung an. Dennoch geriet seine Mannschaft in Schwierigkeiten, nach einigen technischen Fehlern auf Seiten des TSV kam Cham bis auf 16:17. Doch Lohr konnte zulegen, erhöhte die Intensität in der Deckung, erzielte einige Ballgewinne und schaffte mehrere Kontertore. Als der Gast dann 21:16 vorne lag, hatte er die Vorentscheidung geschafft.

Vier Tage nach Mallorca

Nun haben die Lohrer noch vier Spiele bis zum Saisonschluss am 30. April. Natürlich wollen sie die Runde ordentlich zu Ende bringen, bevor die Mannschaft in der Pfingstzeit vier Tage zum Saisonabschluss nach Mallorca reist. „Ich bin da nicht dabei. Manchmal ist es besser, wenn die Jungs unbeaufsichtigt sind“, merkt Trainer Bernd Becker mit einem Schmunzeln an. Er und die sportliche Führung um Abteilungsleiter Ludwig Scheiner planen schon für die neue Runde in der Bayernliga, für die mit Bohuslav Zeleny (DJK Waldbüttelbrunn) und Zoltan Ferencsik (TSV Partenstein) schon zwei Zugänge feststehen. Allerdings tut sich auch die ein oder andere personelle Lücke auf. Denn neben David Imhof, der aus Studiengründen zweite Mannschaft spielt, steht mit Fabian Zehnter, den es aus beruflichen Gründen nach Bochum verschlägt, der einzige Linkshänder im Rückraum nicht mehr zu Verfügung. „Wir halten Augen und Ohren offen, um Ersatz zu finden. Aber es ist auch so, dass ein Neuzugang unseren Etat nicht groß belasten darf“, sagt Becker und weist auf eingeschränkte finanzielle Spielräume bei einer möglichen Neuverpflichtung hin.

U. Sommerkorn

Cham: Schindler, Z. Hejduk – Pelikan (4), Klima (4), Tahovsky (12/5), Lommer, B. Heiduk (2), Neumeyer, Wagener (1), Wittmann (3), Bornack (1).

Lohr: Szabo, Prokscha (1 Siebenmeter) – Imhof (1), F. Schmitt (3/2), Avar (1), Kralik, Gremzde (7), Born, Rahtz, Horn (8), Zehnter (1), Horky (8).

Schiedsrichter: Mirwald/Wisokolian (Bamberg)

Zeitstrafen: 4:3

Siebenmeter: 5/5 – 3/2

Zuschauer: 150

Spielfilm: 2:1, 2:6, 6:9, 9:12, 12:15, 14:17, 16:17, 16:21, 19:23, 22:26

Quelle: Main-Post