Pflichtaufgabe gelöst

14.12.15

Manuel Prokscha

Manuel Prokscha

Foto: A. Röder

TSV Neutraubling – TSV Lohr 21:35 (13:17)

Am Samstagabend weilte ein Teil der Lohrer Mannschaft, zum Beispiel Janis Gremzde oder Andreas Avar, beim Bayernliga-Spiel DJK Waldbüttelbrunn gegen TSV Unterhaching (Ergebnis 27:26). Die TSV-Handballer sollten sich diese beiden Teams gut einprägen. Denn es wird immer wahrscheinlicher, dass die Lohrer in der kommenden Saison wieder im bayerischen Oberhaus spielen. Denn tags drauf nämlich gewann das Team von TSV-Trainer Bernd Becker deutlich beim Schlusslicht TSV Neutraubling. Und weil der Tabellenzweite ASV Cham bei der Niederlage in Helmbrechts weitere Punkte ließ, baute Tabellenführer Lohr seinen Vorsprung aus. Sollte das Lohrer Team den ersten Platz bis zum Ende der Runde behaupten, würde das den Direktaufstieg und die direkte Rückkehr in die Bayernliga bedeuten.

Der Erfolg beim Aufsteiger aus der Oberpfalz fiel am Ende deutlich aus, dennoch bot der Spitzenreiter keine Glanzleistung. „Es sind eben solche Spiele, bei denen du nicht glänzen kannst. Trotzdem haben wir das insgesamt gut gemacht und sind souverän aufgetreten“, befand TSV-Trainer Becker. In der ersten Hälfte hielten die Gastgeber noch ordentlich dagegen, gleichwohl warfen sich die Lohrer einen stabilen Vier- bis Fünf-Tore-Vorsprung heraus.

Starker Torhüter-Auftritt

„In der zweiten Halbzeit ist dann Neutraubling die Kraft ausgegangen“, berichtet der Lohrer Coach. Das führte dazu, dass sein Team zahlreiche simple Kontertore markierte. So bauten die Gäste ihren Vorsprung auf am Ende 14 Tore Differenz aus. Daran hatten auch einige Akteure ihren Anteil, die im Laufe der Saison zumeist in der zweiten Reihe standen. Der zur Pause eingewechselte Torhüter Manuel Prokscha zeigte eine prima Partie und kassierte in 30 Minuten nur acht Gegentreffer. Im linken Rückraum präsentierte sich Jonathan Born sehr spielfreudig, erzielte drei Treffer und setzte seine Nebenleute wirkungsvoll in Szene.

„Nach dieser Trainingswoche genießen wir erst einmal die Pause“, betont der Lohrer Coach, mahnte seine Spieler aber gleichzeitig, weiter konzentriert zu bleiben. „Wir haben im neuen Jahr noch die ein oder andere Aufgabe vor uns“, betonte der Coach. Doch wenn sein Team weiter so auftritt, dann werden die Spieler Bayernliga-Partien bald nicht mehr aus der Zuschauerperspektive genießen dürfen, sondern wieder selbst dabei sein.

U. Sommerkorn

Neutraubling: Thieme, Kiehn – Uhl (3), Kuhberger, Schnader (2), Bauer (2), N. Schäfer (2), F. Schäfer, Hoppe (4), Winkelmann (1), Groß (7/5).

Lohr: Szabo (1. – 30.), Prokscha (31. – 60.) – Imhof, Baudisch, F. Schmitt (11/6), Avar (4), Kralik (1), Gremzde, Born (3), Rahtz, Horn (5), Zehnter (6), Horky (5).

Schiedsrichter: Berghammer/Kalina (Bayreuth)

Zeitstrafen: 6:1

Rot: Groß (59., Neutraubling, 3. Zeitstrafe)

Siebenmeter: 5/5 – 8/7

Zuschauer: 100.

Spielfilm: 0:2, 3:8, 7:12, 10:15, 13:17, 18:25, 19:30, 21:35.

Quelle: Main-Post