Selbstbewusst ins Spitzenspiel

26.02.16

Foto: Wolfgang Zink

Foto: Wolfgang Zink

Quelle: Main-Post

TSV Lohr – HSG Lauf/Heroldsberg

(Samstag, 19.30 Uhr, Spessarttorhalle)

Spitzenspiel in der Spessarttorhalle: „Wenn ich jetzt erzählen würde, dass wir hier Außenseiter sind, dann würde das sowieso keiner ernst nehmen“, erklärt Bernd Becker, Trainer von Tabellenführer TSV Lohr (1./30:2), vor dem Gastspiel des Dritten von der HSG Lauf/Heroldsberg (3./20:12).

Für Tiefstapelei gibt es auch keinen Grund. Schließlich spricht nahezu alles für den gastgebenden Klassenprimus: Lohr weist mit Abstand die stärkste Abwehr (336 Gegentore) und den gefährlichsten Angriff (463 Treffer) der Klasse auf, hat in der ganzen Saison noch kein Spiel verloren und ist in dieser Runde in eigener Halle ohne Verlustpunkt. Bei acht noch ausstehenden Saisonspielen fehlen dem TSV noch vier Siege, um die Meisterschaft und den Direktaufstieg in die Bayernliga perfekt zu machen.

Gleichwohl glaubt Bernd Becker, dass sein Team von der HSG Lauf/Heroldsberg gefordert werden könnte: „Das ist eine gute Mannschaft, die vor allem von ihrer Geschlossenheit lebt“, macht der Coach klar. Seit dem knappen 23:21-Hinspielerfolg der Lohrer am 18. Oktober 2015 in Lauf weist die HSG, die in Nils Kemper einen wurfgewaltigen Rückraumspieler besitzt und deren Akteure in der Abwehr kräftig zupacken können, eine stolze Bilanz von 18:2-Punkten auf.

„Wir haben Respekt, aber keine Angst“, betont Becker. „Aber dass eine Mannschaft nach einem Saisonstart mit 2:10-Punkten so eine Serie hinlegt, spricht dafür, dass sie gefestigt ist“, sagt der TSV-Coach über den Gast aus Mittelfranken.

Janis Gremzde fällt aus

Allerdings müssen die Lohrer wiederum auf den lettischen Rückraumspieler Janis Gremzde verzichten, den weiter Schmerzen in der rechten Schulter plagen, an der er erst vor knapp einem Jahr operiert worden ist. „Es ist die selbe Schulter, aber eine andere Verletzung. Janis braucht nur etwas Pause, es besteht kein Grund zur Sorge“, versichert Abteilungsleiter Ludwig Scheiner. „Allerdings sind wir ohne ihn weniger durchschlagskräftig.“

Für Gremzde rücken mit Jonas Scheiner und Christopher Vormwald zwei Spieler aus der Reservemannschaft ins Aufgebot, die sich zuletzt durch gute Trainingsleistungen empfohlen haben.

Bernd Becker baut wieder auf ein ähnliches Rezept wie bei den acht zumeist deutlich gewonnenen Heimspielen in dieser Saison – nämlich aus einer stabilen schnell nach vorne spielen. Damit hatte bislang jeder Gast in der Spessarttorhalle Probleme, und das soll aus Lohrer Sicht auch im Spitzenspiel wieder so sein.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post