Selbstbewusst, aber nicht unvorbereitet

27.11.15

Fabian Zehnter

Fabian Zehnter

Foto: A. Röder

TV Münchberg – TSV Lohr

(Samstag, 19.45 Uhr, Gymnasiumhalle)

Mit breiter Brust fahren die Handballer des TSV Lohr (1./15:1) nach Münchberg (3./13:5). Mit dem 32:14-Kantersieg vor Wochenfrist im Spitzenspiel über den ASV Cham, mit dem sie die Tabellenspitze der Landesliga Nord übernommen haben, setzten die Spieler von Trainer Bernd Becker ein Ausrufezeichen und untermauerten ihre Ansprüche auf die Meisterschaft eindrucksvoll. Nun soll in Münchberg der nächste Erfolg her. „Ein Sieg wäre ein großer Schritt“, macht TSV-Trainer Bernd Becker klar. Denn da die darauf folgenden sportlichen Aufgaben für sein Team lösbar erscheinen, könnte sich seine Mannschaft – so sie denn in Münchberg erfolgreich ist – sich demnächst sogar von der Konkurrenz absetzen.

Bei allem Lohrer Selbstbewusstsein: Auf den Gegner hat sich der Tabellenführer im Training intensiv vorbereitet. Münchberg hat nach sechs aufeinanderfolgenden Siegen zum Saisonstart zuletzt dreimal in Folge nicht gewonnen. „Münchberg ist eine Mannschaft, die seit ewigen Zeiten ohne Harz spielt“, sagt Becker und macht darauf aufmerksam, dass bei den jüngsten Auswärtsniederlagen des TVM in Ismaning und Lauf der Klebstoff verwendet werden durfte.

„Mit Harz hat Münchberg Probleme, das sieht man auf den Video“, so Becker. Am Samstagabend beim Lohrer Gastspiel in der Sporthalle des örtlichen Gymnasiums herrscht indes wieder Harzverbot, was der TSV-Trainer als Vorteil für die Gastgeber sieht. Die sind auf dem Spielfeld immer wieder für eine Überraschung gut, nicht nur, weil ihr tschechischer Spielmacher Jan Lad ein guter Techniker und ein kluger Regisseur ist. Zudem wartet TVM-Trainer Christian Seifert immer wieder mit unorthodoxen Deckungssystemen auf, die die Gegner unversehens vor Probleme stellen. „Wir haben uns im Training darauf vorbereitet, dass der Gegner auch einmal sehr offensiv deckt oder einen unserer Spieler kurz nimmt“, so der Lohrer Trainer.

Elf Feldspieler an Bord

Bernd Becker kann dieser Tage personell aus dem Vollen schöpfen. Aus seinem aktuellen Kader gibt es keine Ausfälle. So will er mit elf Feldspielern und zwei Torhütern nach Oberfranken reisen. „Von der zweiten Mannschaft nehmen wir diesmal keinen mit dazu. Die Reserve spielt zur selben Zeit in Schweinfurt, und wir wollen sie personell nicht schwächen“, betont der 46-jährige TSV-Coach.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post