Vergnügliche Heimfahrt

25.01.16

Foto: Wolfgang Zink

Foto: Wolfgang Zink

Quelle: Main-Post

SG SB/DJK Regensburg – TSV Lohr 24:26 (11:10)

Die 250 Kilometer lange Heimfahrt von Regensburg bis nach Hause war für die Lohrer Handballer am Samstagabend eine höchst vergnügliche. „Die Stimmung war schon gut, weil wir gewonnen hatten. Aber als die Ergebnisse der anderen Spiele eingetroffen sind, wurde es noch besser“, berichtet Trainer Bernd Becker, dass die wieder einmal patzende Konkurrenz die gute Laune noch gesteigert habe.

Neun Punkte Vorsprung

Nach dem Wochenende hat seine Mannschaft den Vorsprung auf den Tabellenzweiten TSV Rothenburg auf neun Punkte ausgebaut. Mittlerweile scheint es nicht mehr die Frage, ob die Lohrer Meister werden und damit Direktaufsteiger in die Bayernliga, sondern allenfalls noch, wann ihnen Tabellenplatz eins nicht mehr zu nehmen ist und die Sektkorken knallen können.

Der Lohrer Erfolg in Regensburg war freilich ein sauer verdienter. Die Gastgeber aus der Oberpfalz schickten ihr bestes Aufgebot. Also auch die erfahrenen Rückraumspieler Michael Sigl und Steve Müller, die die Lohrer Deckung lange Zeit intensiv beschäftigten. Zudem stellte der Gastgeber eine aggressive Abwehr, die dem TSV-Rückraum das Leben über weite Strecken schwer machte. So war das Lohrer Spiel lange Zeit nicht so im Fluss wie schon oft in dieser Saison. Ferner handelte sich mit Fabian Zehnter der einzige Linkshänder in der Rückraumreihe eine Knieprellung ein, so dass der Trainer in den Schlussminuten mit Lukas Horky einen Rechtshänder auf die halbrechte Position beordern musste.

Bis in die Schlussviertelstunde hielt der Gastgeber die Begegnung offen. Dann aber schwanden bei den Regensburger Leistungsträgern die Kräfte. Und die Lohrer hatten mit Jonathan Born in der Endphase einen Rückraumakteur in ihren Reihen, der, nachdem es 22:22 gestanden hatte, entscheidende Akzente setzte. Ein Tor erzielte er selbst, einmal holte er einen Siebenmeter heraus, einmal bediente er Kreisläufer David Imhof, der erfolgreich abschloss.

Disziplinierter Auftritt

Als weiteren Faktor für den Erfolg wertete Becker die Disziplin seiner Spieler, denn die Entscheidungen der mittelfränkischen Schiedsrichterinnen zogen häufiger Diskussionen nach sich. „Ich habe vor der Pause alle Leute zusammengeholt und gesagt, dass wir uns nicht mehr mit Schiedsrichterentscheidungen beschäftigen sollen“, berichtet der TSV-Coach. Dagegen hätten die Gastgeber in der Folge munter weiter diskutiert, was ihnen unter dem Strich nicht genützt hätte.

Am kommenden Samstag empfangen die Lohrer mit dem TSV Ismaning ein weiteres Team aus dem dicht gedrängten Feld der Teams, die um Platz zwei kämpfen. Fürs Beckers Mannschaft eine weitere Chance, sich noch mehr abzusetzen und dem Titel wieder einen Schritt näherzukommen.

U. Sommerkorn

Regensburg: Zapf, R. Müller (n. e.) – Sendelbach (5), Schindler (1), Sigl (4), St. Müller (5), Hajsman, Fuchs (2), Heiligtag (3), Bayer, Elgeti (4/1), Debeljak.

Lohr: Szabo, Prokscha (n. e.) – Imhof (1), Baudisch (1), F. Schmitt (8/5), Avar (2), Kralik, Gremzde (4), Born (1), Rahtz (1), Horn (2), Zehnter, Horky (6).

Schiedsrichterinnen: Büttner/Kronschnabel (Stadeln/Lichtenau)

Zeitstrafen: 8:3

Siebenmeter: 2/1 – 5/5

Zuschauer: 100.

Spielfilm: 0:4, 4:6, 7:7, 11:10. 12:12, 16:16, 19:19, 2:22, 22:25.

Quelle: Main-Post