Weiter auf dem Erfolgsweg

08.01.16

Am letzten Hinrundenspieltag will Handball-Landesligist TSV Lohr (1./20:2) am Sonntag gegen den HSV Hochfranken (11./6:16) seine Tabellenführung festigen (Anpfiff 16 Uhr, Spessarttorhalle), zuvor ist die Lohrer Reserve (5./12:6) in der Bezirksoberliga darauf aus, den unangefochtenen Spitzenreiter TG Heidingsfeld (1./20:0) zu ärgern (Anpfiff 14 Uhr, Spessarttorhalle).

Am Montag hat Coach Bernd Becker seine Lohrer Handballer zur ersten Mannschaftstrainingseinheit des Jahres 2016 in der Burgsinner Sinngrundhalle empfangen. „Die Spieler hatten eineinhalb Wochen Pause“, so Becker, anschließend sollten sie sich zu Übungseinheiten ins Fitnessstudio begeben. „Die Jungs waren fleißig und machen einen guten Eindruck“, stellt der TSV-Coach zufrieden fest. Auch die Tabellensituation könnte schlechter sein. Der Lohrer Vorsprung auf den Zweiten Cham beträgt mittlerweile schon sechs Punkte und könnte weiter wachsen, wenn die Lohrer ihre Hausaufgaben gegen den HSV Hochfranken und am Samstag, 16. Januar, gegen Roßtal ordentlich erledigen. Schließlich hat die hinter den Lohrern rangierende Konkurrenz in den letzten Monaten immer wieder gepatzt.

Seinen zu Saisonbeginn eingeschlagenen Weg will Becker weiter beschreiten und hinter den arrivierten Stammkräften weitere Akteure ans Landesliga-Spitzenniveau heranführen. Der Coach sieht gute Ansätze: „Bei Jonathan Born wird die Leistung immer stabiler. Und Daniel Baudisch hat zuletzt in Neutraubling ein sehr gutes Spiel gemacht“, erklärt der 46-jährige Höchberger, der in der Heimpartie am Sonntag die Spielanteile wieder verteilen will, um so das Tempo hoch zu halten. Und er könnte demnächst noch größere Personalauswahl bekommen, denn zwei Langzeitverletzte arbeiten an ihrer Rückkehr ins Team. Torhüter Tom Scheiner ist im Training wieder voll belastbar und soll weiter in der Reserve Spielpraxis erhalten. Der Weg von Jannik Schmitt dürfte noch etwas weiter sein. Der Rückraumspieler ist zwar zurück im Training, für einen Punktspieleinsatz reicht es aber noch nicht. So wird Becker die Begegnung mit dem HSV Hochfranken zunächst mit einem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Aufgebot angehen.

„Die haben eine junge Truppe“, sagt Becker über die Gäste aus Selb und Rehau. Zu Saisonbeginn habe es bei den Oberfranken einen „Philosophiewechsel“ gegeben, Hochfranken verzichtete auf Handballimporte aus dem tschechischen Nachbarland und setzt auf den eigenen Nachwuchs. Und mit Luka Veraja wurde ein Trainerurgestein zurückgeholt, der in den letzten 25 Jahren schon verschiedene Selber Mannschaften betreut hatte. Doch der neue Weg scheint ein steiniger zu sein: Der HSV Hochfranken rangiert derzeit auf einem Abstiegsplatz. Das soll kein Anlass für Leichtsinn sein: „Wir müssen das konzentriert angehen und dürfen nicht ungeduldig werden. Die versuchen immer sehr lange Angriffe zu spielen und bestrafen es, wenn du Fehler machst“, sagt der Lohrer Trainer über den Gegner.

Viele bekannte Gesichter

Anders als die erste Mannschaft zwei Stunden zuvor befindet sich die Lohrer Reserve zwei Stunden zuvor gegen den Bezirksoberliga-Spitzenreiter TG Heidingsfeld in der Außenseiterrolle. Auf Seiten der Gäste werden eine Menge bekannter Gesichter auflaufen. So etwa Max Wirth, Janik Nass oder Gabor Farkas, die vor Saisonbeginn alle von Lohr zur TGH gewechselt sind.

Im Tor der Gäste stehen gleich zwei frühere Partensteiner: Gabor Andorka sowie dessen Vorgänger Tobias Schreier. Den hat TGH-Trainer Manfred Wirth, der früher selbst lange Jahre in Lohr und Partenstein tätig war, in den Würzburger Stadtteil gelotst. Daher ist die Aufgabe für die Gastgeber anspruchsvoll: „Ob wir Spieler aus dem Kreis der ersten Mannschaft dazu holen, steht noch nicht fest“, sagt Lohrs Reserve-Coach Ludwig Scheiner. Das hänge nicht zuletzt davon ab, ob die angeschlagenen Philipp Scheiner und Pascal Wehner spielen könnten.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post