Anspruchsvoll für die Lohrer

02.02.17

Trainer Bernd Becker und Gerald Schmitt

Trainer Bernd Becker und Gerald Schmitt

Foto: Yvonne Vogeltanz

So richtig mitnehmen konnten die Bayernliga-Handballer des TSV Lohr (11./9:19) den Schwung vom jüngsten Sieg über den VfL Günzburg nicht in die laufende Trainingswoche. Dafür war das Team zu sehr mit Krankheiten und Blessuren seiner Akteure konfrontiert, was dem Übungsbetrieb naturgemäß nicht unbedingt gut tat. Bohuslav Zeleny, Jonathan Born und Fabian Zehnter mussten mit grippalen Infekten aussetzen, Andreas Avar pausierte mit einer lädierten Schulter. „Das ist kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Dem Gegner geht's schließlich auch nicht besser“, betont Lohrs Trainer Bernd Becker mit Blick auf das anstehende Spiel seiner Mannschaft bei HaSpo Bayreuth (4./18:10). Anwurf ist am Samstag um 19.30 Uhr in der Sporthalle Ost, da soll das zuletzt pausierende TSV-Quartett dann wieder dabei sein.

Allerdings wussten die gastgebenden Oberfranken ihre personelle Probleme zuletzt durchaus zu bewältigen. Zuletzt fehlten Bayreuth acht Akteure, darunter mit Marius Hümpfer und Philipp Schöttner die prägenden Rückraumspieler, trotzdem gewann das Team mit 31:26 gegen den hoch gehandelten TSV Friedberg. „Die Bayreuther haben vor einigen Jahren einen Schnitt gemacht und seitdem viele junge Spieler hochgezogen.

Mittlerweile haben sie eine große Breite, von der sich in solchen Situationen profitieren“, so Bernd Becker, der allerdings keine gesicherten Informationen darüber besitzt, ob sich die Bayreuther Personalsituation mittlerweile gebessert hat. „Sollten Hümpfer und Schöttner weiter fehlen, werden die noch mehr als sonst aufs Tempo drücken“, betont der Lohrer Coach. Sein Team müsse sich sich vor allem auf eine sehr offensiv ausgerichtete HaSpo-Deckung einstellen: „Das wird anspruchsvoll für die Beine und für den Kopf.“

Gelinderte Abstiegssorgen

Seinen Spielern gibt der Lohrer Coach mit auf den Weg: „Es kommt nicht nur auf die Punkte an, sondern auch darauf, wie wir uns präsentieren.“ Am besten so wie beim jüngsten 26:16-Heimsieg über den direkten Konkurrenten VfL Günzburg, bei dem der TSV vor allem mit seiner engagierten Defensivleistung überzeugte. Zudem haben die Lohrer ihre Abstiegssorgen gelindert. Haben sie doch ihren Vorsprung auf Tabellenplatz 13, den derzeit der HC Sulzbach/Rosenberg innehat, auf sechs Punkte ausgebaut. Dieser Rang ist derzeit der erste Abstiegsrang. Sollte aber in der Dritten Liga ein bayerischer Verein, etwa der HSC Coburg II oder HSC Bad Neustadt, am Ende auf einen Abstiegsplatz abrutschten, gäbe es auch in der Bayernliga einen Absteiger mehr.

Dann träfe es auch den Zwölften. Das ist im Augenblick der VfL Günzburg, der drei Zähler hinter den Lohrern liegt und der auch noch den bei Punktgleichheit ausschlaggebenden direkten Vergleich verloren hat. Die Lage für Becker und sein Team ist also nicht schlecht. Gute Voraussetzungen, um trotz der Personalprobleme selbstbewusst nach Bayreuth zu fahren.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post