Auftritt steht unter keinem guten Stern

16.03.18

TSV Haunstetten – TSV Lohr

(Samstag, 18 Uhr, Loderer-Halle)

Wenn die Handballer des TSV Lohr (8./17:23) am Samstag zum TSV Haunstetten (5./24:16) reisen, dann wird es acht Wochen hergewesen sein, dass sie ihr letztes Ligaspiel gewonnen haben. Am 20. Januar war's beim 30:29 in Unterhaching, als sich die Spieler letztmals ausgelassen freuen konnten. Seitdem ist das Team Richtung Abstiegszone abgerutscht, was der Stimmung natürlich wenig zuträglich war. „Es liegt nicht daran, dass die Leute nicht wollen. Es ist eher so, dass sie den Druck spüren und verkrampfen“, erklärt Lohrs Trainer Bernd Becker den Umstand, dass zuletzt bei seiner Mannschaft herzlich wenig zusammenlief. Die vom Coach beschriebene Entwicklung war beim jüngsten 22:22 gegen Schlusslicht TSV Ismaning eindrucksvoll zu beobachten.

Rückt am Samstag ins Lohrer Aufgebot: Markus Seltsam.

Foto: Yvonne Vogeltanz

Ein wenig zu brav

Zudem sind die Figuren, die in der Vergangenheit das Lohrer Team emotional vorangetrieben haben, nicht mehr so präsent. Ein Andreas Avar muss nach seinem Kreuzbandriss das Geschehen als Zuschauer verfolgen. Und Kapitän Marius Rahtz reist nur noch zu den Spielen am Wochenende aus der Schweiz an, wo er seit Februar arbeitet. „Einer wie Marius, der mal Stimmung reinbringt, fehlt natürlich auch im Training. Manch anderer ist da einfach zu brav“, merkt Becker an.

Ob nun ausgerechnet in Haunstetten die Wende gelingt? In der Vergangenheit war der Augsburger Stadtteil zumindest kein gutes Pflaster für die Lohrer; der letzte Punktgewinn der Unterfranken bei den Schwaben gelang beim 27:27 am 22. September 2012, damals noch unter dem mittlerweile verstorbenen Trainer Frantisek Fabian. Bernd Becker über die Qualitäten des samstäglichen Kontrahenten: „Die Haunstettener sind für uns ein unbequemer Gegner. Die decken offensiv, körperbetont, aggressiv und verwickeln ihre Gegner in viele Zweikämpfe.“ Sprich: Eine Art Handball, die den Lohrern so gar nicht schmeckt.

Janis Gremzde wieder im Aufgebot

So müssen sich die Rückraumspieler der Gäste darauf einstellen, dass sie sich häufig in Eins-gegen-Eins-Situationen durchsetzen müssen. Einer, der das kann, ist zum Beispiel Janis Gremzde. Doch der Lette hatte zuletzt gegen Ismaning wegen eines grippalen Infekts gefehlt. Am Samstag wird er wieder dabei sein. Doch sein Trainer stellt klar: „Bei 100 Prozent ist Janis noch nicht.“ Ferner fällt bei den Gästen Jonathan Born wegen einer Univeranstaltung aus, für ihn rückt Markus Seltsam ins Aufgebot.

Trotz dieser nicht günstigen Voraussetzungen erklärt der Coach: „Wenn sich für uns eine Chance ergibt, werden wir sie ergreifen.“ Und er hat die Hoffnung, dass sein Team anders als zuletzt frei von der Leber weg spielt. Schließlich, so betont Becker, hätten seine Spieler in Haunstetten nichts verlieren.

U. Sommerkorn

Quelle: https://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Grippe-Viruserkrankungen-Trainer-und-Trainerinnen-Lohrs-Auftritt-steht-unter-keinem-guten-Stern;art798,9912369#paywallanchor

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