Chance für die Gastgeber

10.03.17

Zoltan Ferencsik

Zoltan Ferencsik

Foto: Röder

Als „Chance“ sieht Trainer Bernd Becker das Heimspiel seines TSV Lohr (11./11:23) am Samstag gegen den TSV Unterhaching (10./15:25), das um 19.30 Uhr in der Spessarttorhalle angepfiffen wird. Als „Chance“, sich in der Handball-Bayernliga an Tabellenregionen heranzupirschen, die ein von Abstiegssorgen freies Dasein für den Rest der Runde versprechen. Kommt doch mit Unterhaching ein Gegner, der nach gutem Saisonstart zuletzt dreimal in Folge verloren hat und an den die Lohrer im Falle eines Heimsieges auf zwei Punkt heranrücken könnten.

„Die sind nicht mehr so weit weg“, sagt Becker und bringt seine Mannschaft so in der Rolle des Jägers in Stellung. Er ergänzt: „Eigentlich hätte ich lieber vor der Faschingspause gegen Unterhaching gespielt.“ Denn während der tollen Tage hatten die Handballer aus dem Münchner Süden ausreichend Gelegenheit, sich vor Augen zu führen, dass sie für den Klassenerhalt möglicherweise noch den ein oder anderen Punkt brauchen.

Unterhaching hat in dieser Saison einen Umbruch bewerkstelligen müssen, Trainer Christian Sorger musste den Rücktritt einiger Routiniers durch den Einsatz junger Spieler kompensieren. Dennoch sind zwei erfahrene Akteure weiter die Stützen des Teams – der bewegliche Spielmacher Martin Dauhrer zusammen mit dem bulligen Kreisläufer Johannes Borschel, der mit 94 Toren bester Schütze seines Teams in dieser Saison ist. „Die Achse Dauhrer-Borschel müssen wir in den Griff kriegen“, macht Becker klar. Da sei es sinnvoll, die Unterhachinger Protagonisten intensiv zu beschäftigen, um diesen gegen Ende des Spiels körperliche Probleme zu bereiten.

Zoltan Ferencsik ist zurück

Sein Team sieht der Lohrer Coach auf einem guten Weg: „Wir sind stabiler geworden.“ Dazu trägt auch bei, dass Kreisläufer Zoltan Ferencsik nach seiner Zwangspause nach seinem Fingerbruch wieder mitwirken kann. Fehlen wird indes Lorenz Schmitt, der mit lädiertem Schultereckgelenk sechs bis acht Wochen aussetzen muss. Dafür rückt Markus Seltsam aus der zweiten Mannschaft ins Aufgebot, um dazu beizutragen, dass die Lohrer einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt gehen.

Egal, ob die Lohrer nun kommende Runde in der Bayernliga oder eine Klasse tiefer spielen, haben nun drei Akteure ihre Zusage gegeben, auch in der Saison 2017/18 das TSV-Trikot zu tragen. Wie Abteilungsleiter Ludwig Scheiner mitteilte, bleiben Topwerfer Bohuslav Zeleny sowie die Rückraumspieler Jannik Schmitt und Jonathan Born dem Team erhalten.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post