Das Selbstvertrauen wächst weiter

24.03.17

Foto: Röder

TSV Lohr – TSV Friedberg (Samstag, 19.30 Uhr, Spessarttorhalle)

Drei Spiele in Folge gewonnen, zuletzt am Sonntag beim 23:21 im Derby in Rimpar, die eigenen Abstiegssorgen durch die Erfolge erheblich verkleinert: Eigentlich müsste die Stimmung beim TSV Lohr (11./15:23) sehr ausgelassen sein. Doch den Handballern ist eher nach Erholung. „Für den Partymodus waren die Spieler viel zu platt“, berichtete TSV-Coach Bernd Becker, der seinen Spielern am Tag nach dem Sieg in Rimpar erst einmal zur Regeneration trainingsfrei gegeben hatte. Dass dem Trainer damit eine Übungseinheit zur Einstimmung auf das samstägliche Heimspiel gegen den TSV Friedberg (6./22:16) fehlte, sieht er als verschmerzbar an. Denn der Gegner ist unberechenbar. „Die Friedberger haben in der laufenden Saison 29 Spieler eingesetzt. Eigentlich sind sie eine Mannschaft, die eine starke 6:0-Deckung spielt. Aber zuletzt haben sie mit einer sehr offensiven 3:2:1-Abwehr operiert. Man weiß eigentlich nie, was auf einen zukommt“, so Becker.

Personelle Fluktuation

Die personelle Fluktuation beim Gast ist zum einen die Folge von einigen Verletzungen, hat mitunter aber auch andere Gründe. „Zuletzt haben mit Fabian Abstreiter und Michael Schnitzlein zwei Leistungsträger aus der Bayernliga in der zweiten Mannschaft gespielt, die in der Landesliga um den Klassenerhalt kämpft. Vielleicht sind die ja gegen uns wieder dabei“, erklärt Becker. Obwohl die Friedberger zuletzt ins Tabellenmittelfeld abgerutscht sind, hält der Lohrer Coach den einstigen Drittligisten für ein starkes Team. „Wir sind Außenseiter, aber wir haben Selbstvertrauen getankt. Und wenn wir auftreten wie zuletzt, sind wir nicht chancenlos“, betont Bernd Becker. Ein positiver Aspekt sei zuletzt der gewesen, dass die Last des Torewerfens nicht nur auf den Schultern von einigen Wenigen verteilt gewesen war, sondern dass auf Lohrer Seite von vielen Positionen Gefahr drohte. Auch gegen Friedberg wird Bernd Becker wieder auf einen breiten Kader zurückgreifen können – nämlich genau die selben Spieler, die zuletzt in Rimpar erfolgreich waren. Das heißt: Der verletzte Jonathan Born ist auch diesmal nicht dabei.

Derweil schafft die Vereinsführung mit Blick auf die neue Saison weiter Fakten. Wie Lohrs Abteilungsleiter Ludwig Scheiner mitteilte, hat nun auch Kreisläufer Marius Rahtz seine Zusage gegeben, eine weitere Saison für den TSV zu spielen.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post