Der Druck wächst

09.03.18

TSV Lohr - TSV Ismaning

Irgendwie ist in den letzten Wochen alles recht unübersichtlich geworden im Abstiegskampf der Handball-Bayernliga. Die Kellerkinder punkten plötzlich, und die Situation in der Dritten Liga entwickelt sich dergestalt, dass es im bayerischen Oberhaus am Ende der Runde bis zu vier Absteiger geben könnte. Und plötzlich muss sich über ein halbes Dutzend Bayernligisten Sorgen um den Klassenerhalt machen. Mitten drin der TSV Lohr (6./16:22), der sechs Wochen zuvor schon beinahe am sicheren Ufer schien, der aber nun am Samstag im Heimspiel gegen Schlusslicht TSV Ismaning (Anwurf 19.30 Uhr, Spessarttorhalle) plötzlich unter Druck steht. „Wenn du drinbleiben willst, musst du Ismaning schlagen“, betont Lohrs Trainer Bernd Becker.

Er war zuletzt bester Lohrer: Bohuslav Zeleny (am Ball).

Foto: Yvonne Vogeltanz

Lösbare Heimaufgaben

Für die Lohrer spricht der Spielplan der Restsaison. Bei den vier noch ausstehenden Heimspielen gegen den TSV Ismaning (14./8:30), die DJK Rimpar II, die TG Landshut und HaSpo Bayreuth sind allesamt Gegner zu Gast in der Spessarttorhalle, die nicht unschlagbar erscheinen. „Das sind alles Spiele, in denen du die Chance hast, zu punkten“, so Becker. Zudem hat der TSV-Coach an diesem Wochenende keine Personalsorgen, er muss lediglich die Langzeitverletzten Lorenz Schmitt und Andreas Avar ersetzen.

Ferner ist Ismaning ein Gegner, mit dem die Lohrer in den Vergangenheit stets gut zurecht gekommen sind. Alle fünf Bayernliga-Vergleiche mit den Oberbayern hat das TSV-Team für sich entschieden. Zudem hat Ismaning in dieser Bayernliga-Saison auswärts noch keinen einzigen Punkt geholt.

Formkurve zeigt nach unten

Doch nicht alles spricht für die Lohrer. So zeigte bei Beckers Team die Formkurve zuletzt nach unten. Nur in einem der letzten vier Spiele – nämlich beim 22:22 im Derby gegen die DJK Waldbüttelbrunn – wussten die Lohrer zu überzeugen. Zuletzt nach der 23:31-Niederlage in Günzburg hatte der TSV-Coach von einem „Sack voller Totalausfälle“ gesprochen. Einzig den zwölffachen Torschützen Bohuslav Zeleny nahm Becker von seiner Kritik aus. Ismaning im Aufwind Dagegen spielte Ismaning zuletzt befreit auf. Ganz so, als habe die Mannschaft nichts mehr zu verlieren. Das wurde am Wochenende mit einem 30:22-Sieg über die DJK Rimpar II belohnt. Zudem hat sich bei den Oberbayern die Personalsituation gebessert: Mit Florian Nortz ist ein kluger und wurfstarker Rückraumspieler nach langer Schulterverletzung zurück.

Gleichwohl wollen die Lohrer sich möglichst früh in Sicherheit bringen. „Ich will nicht am letzten Spieltag nach Rothenburg fahren und da punkten müssen“, sagt der Coach. Um ganz sicher zu sein, müssten die Lohrer die Runde nicht schlechter als auf Tabellenplatz zehn abschließen. Die Grundlage dafür wollen sie mit einem Erfolg über Ismaning legen.

U. Sommerkorn

Quelle: https://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Auf-die-Lohrer-waechst-der-Druck;art798,9906150#paywallanchor

© Main-Post 2018

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