Ein Anlass zum Feiern

08.10.17

8-facher Torschütze Bob Zelený

8-facher Torschütze Bob Zelený

Foto: Vogeltanz

TSV Lohr – TSV Friedberg 21:18 (9:13)

Als sich Bernd Becker am Samstagabend mitsamt seiner Mannschaft eine knappe Stunde nach dem Spiel gegen den TSV Friedberg in ein italienisches Restaurant aufmachte, erklärte der Trainer des TSV Lohr: „Die Jungs können feiern, das haben sie sich verdient.“ Feiern konnten die Lohrer einen Sieg über den Meisterschaftsfavoriten Nummer eins, und das nach einem Sechs-Tore-Rückstand in der ersten Hälfte.

Torwartwechsel bringt Auftrieb

In jener ersten Hälfte hatte es zunächst so gar nicht nach einem Erfolg der Gastgeber ausgesehen. Der TSV Friedberg agierte mit der Souveränität der vorangegangen Spiele und warf schnell eine klare Führung heraus. In der 17. Minute dann ein für die Partie entscheidender Wechsel. Trainer Becker holte für einen Siebenmeter seinen Keeper Tamas Szabo vom Feld und schickte Sven Hartig zwischen die Pfosten. Der Neuzugang vom TV Gelnhausen parierte und durfte auf dem Feld bleiben. „Was Sven dann gehalten hat, war schlicht Wahnsinn“, lobte sein Coach die Leistung seines Schlussmanns in den folgenden 43 Spielminuten.

In der Folge fing sich die gesamte Lohrer Mannschaft, allen voran die Deckung. In der zweiten Hälfte gelangen dem Gast gerade noch fünf Treffer. Neben Torhüter Hartig hatten auch die zentralen Deckungsspieler im 6:0-Verband, Lukas Horky und Milan Kralik, großen Anteil daran. „Von der Abwehrleistung war das bisher sicher unser bestes Saisonspiel“, so Milan Kralik. So hatte sein Team nach einer knappen Dreiviertelstunde zum 14:14 ausgeglichen. Und in der Endphase erspielten sich die Gastgeber dann einen Vorsprung. „In dieser Phase haben wir auch sehr diszipliniert agiert und kaum falsche Entscheidungen getroffen“, befand Lohrs Trainer Becker. Und mit einer 20:17-Führung nach 55 Minuten hatten seine Spieler dann bereits die Vorentscheidung geschafft.

Voller Tatendrang

Und die siegreichen Lohrer wollen jetzt mehr und sind mit dem Erfolgserlebnis im Rücken voller Tatendrang: „Jetzt können wir mit einem guten Gefühl am Samstag zum Derby nach Waldbüttelbrunn fahren“, verkündete Milan Kralik, bevor auch er zum Feiern in die Samstagnacht entschwand.

U. Sommerkorn

Lohr: Szabo (1. – 17.), S. Hartig (17. – 60.) – Zeleny (8), J. Scheiner (1), Seltsam, F. Schmitt (1), Ferenscik (1), Avar (2), Kralik, Gremzde (1), Rahtz (1), Horn (1), Horky (5).

Friedberg: Kraus, von Petersdorff – Okyere (1), Haggenmüller (2), Wagenpfeil (1), Thiel, Schnitzlein (4/1), Augner, Müller, Schneider, Lodemann (2/1), Abstreiter (8).

Schiedsrichter: Balzer/Schreiner (Gefrees).

Zeitstrafen: 5:3.

Siebenmeter: 0/2 – 2/6.

Zuschauer: 500.

Spielfilm: 1:4 (5.), 5:7 (15.), 6:12 (23.), 9:14 (31.), 14:14 (44.), 17:17 (52.), 20:17 (55.).

Quelle: http://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Friedberg-Italienische-Restaurants-Ein-Anlass-zum-Feiern-fuer-den-TSV-Lohr;art798,9764793

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