Ein Trio rückt nach

20.10.16

Jonas Scheiner

Jonas Scheiner

Foto: Röder

Drei Heimspiele stehen für die Bayernliga-Handballer des TSV Lohr (8./5:3) in diesem Jahr noch an. Am Samstag geht's in der Spessarttorhalle gegen die DJK Rimpar II (Anpfiff 19.30 Uhr), am 26. November gegen die DJK Waldbüttelbrunn und am 10. Dezember gegen den HC Sulzbach-Rosenberg. Vor allem auf diese drei Partien gründen sich die Hoffnungen von TSV-Trainer Bernd Becker. Mit möglichst vielen Heimpunkten wollen sich die zuletzt von Ausfällen so heimgesuchten Lohrer von der Abstiegszone fernhalten. „Gegen Sulzbach sollten wir gewinnen, gegen Waldbüttelbrunn dürfte es schwer werden, gegen Rimpar rechne ich mir zumindest etwas aus“, so Beckers Vorausblick, der zum Jahreswechsel mit seinem Team zumindest neun Zähler auf dem Konto haben möchte.

Um seinen durch die langfristigen Ausfälle der Leistungsträger Lukas Horky, Benjamin Horn und Janis Gremzde arg dezimierten Kader gegen Rimpars Reserve (10./4:6) personell aufzustocken, hat Becker mit Jonas Scheiner, Lorenz Schmitt und Nigg Hartig drei Akteure aus der Reserve nominiert. „Jonas Scheiner und Lorenz Schmitt trainieren ja schon regelmäßig bei uns mit. Ich will zumindest die Möglichkeit haben, jedem Leistungsträger einmal eine Verschnaufpause zu verschaffen. Schließlich haben wir nur noch neun Feldspieler aus unserem ursprünglichen Kader“, begründet der Coach die Nachnominierungen. Scheiner und Schmitt hatten in dieser Saison schon im Bayernliga-Team gespielt.

Die Rimparer Zweitliga-Reserve (10./4:6) hat zwar nicht die Lohrer Personalsorgen, gleichwohl ist der Start des unterfränkischen Rivalen holprig verlaufen. Denn die samstäglichen Gäste bieten in dieser Saison ein auf einigen Positionen umformiertes Team auf, zudem ist mit Jens Ullmann ein neuer Trainer im Amt. Ganz rund läuft es noch nicht bei der DJK-Reserve, auch wenn die Leistungskurve zuletzt nach oben zeigte.

Starkes Quartett

„Natürlich wollen wir in Lohr etwas Zählbares mitnehmen“, erklärt der DJK-Coach Ullmann. Sein Gegenüber Bernd Becker hat beim Rimparer Team vier Akteure ausgemacht, auf die es zu achten gelte. Neben Torwart Markus Leikauf seien dies der neue Spielgestalter Andreas Paul (vorher Rödelsee), Rückraumspieler Philip Meyer sowie Kreisläufer Nicolas Gräsl. „Das ganze Rimparer Spiel ist darauf ausgelegt, dass der Ball irgendwie an den Kreis kommt“, so Becker.

Der Lohrer Coach erwartet ein intensives Spiel. Ein besonders stimmungsvolles Derby aber eher nicht, obwohl er ja selbst aus Rimpar stammt. „Aber es ist halt so, dass das Interesse an zweiten Mannschaften begrenzt ist“, so Becker, der darauf hinweist, dass die erste Rimparer Garnitur parallel ein Heimspiel bestreitet und daher kaum Gästeanhänger in der Spessarttorhalle auftauchen dürften. Richtige Derbystimmung dürfte es Beckers Meinung eher fünf Wochen später einstellen, wenn die DJK Waldbüttelbrunn nach Lohr kommt.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post