Es ist früh Land in Sicht

21.01.18

Tamás Szábo

Tamás Szábo

Foto: Röder

TSV Unterhaching – TSV Lohr 29:30 (9:14)

Nachdem sich die Lohrer Handballer nach dem Spiel im Mannschaftsbus mit Pizza gestärkt hatten, machten sie sich auf zu einer beschwerlichen und langen Heimfahrt durch das Schneetreiben in Südbayern. Dass sie dies dennoch frohgemut taten, hatte mit dem vorangegangenen Spiel zu tun. Das hatten sie in überzeugender Manier beim TSV Unterhaching in einer Partie gewonnen, in der sie kein einziges Mal in Rückstand gelegen waren. „Wenn wir jetzt noch am Samstag gegen Ottobeuren gewinnen, ist der Klassenerhalt so gut wie geschafft“, beschrieb Trainer Bernd Becker die Perspektiven, die seinem Team der zweite Sieg im zweiten Punktspiel des Jahres eröffnet hat. Fürwahr – dass die TSV-Handballer sich bereits im Januar über den Bayernliga-Klassenerhalt freuen können, das gab es schon lange nicht mehr.

Nur neun Feldspieler

Dabei waren die Eingangsvoraussetzungen für die Partie in Unterhaching alles andere als gut gewesen. Neben dem am Knie verletzten Jonathan Born fiel auch noch Kapitän Marius Rahtz wegen eines grippalen Infekts aus. Zudem musste Ferdinand Schmitt, der sich eine starke Prellung zugezogen hatte, seine Aktivitäten aufs Siebenmeterwerfen beschränken. „So hatten wir nur noch neun Feldspieler“, fasste Trainer Becker zusammen, der selbst dem A-Jugendlichen Jakob Röder über eine halbe Stunde Einsatzzeit gewährte.

Starker Szabo

Diese neun Akteure lieferten allerdings einen Auftritt, den ihr Coach als „überragende Mannschaftsleistung“ beschrieb. Nach 90 Sekunden brachte Lukas Horky den Gast mit 1:0 in Führung – und die Führung gab Lohr bis zur Schlusssirene nicht mehr aus der Hand. Die Abwehr arbeitete engagiert und hatte in Tamas Szabo einen bärenstarken Torhüter im Rücken, der insgesamt 20 Bälle parierte – zum Teil gegen völlig frei stehende Unterhachinger Werfer.

Vorne spielte der Gast diszipliniert und nützte die Räume, die die offensive Deckung der Hausherren bot. Eine Konstellation wie gemalt für einen Jannik Schmitt, der konsequent in die Lücken ging und am Ende mit sechs Treffern erfolgreichster Lohrer Feldtorschütze war.

„Das Einzige, was man uns ankreiden kann, ist, dass uns am Ende etwas die Kraft ausgegangen ist“, so Bernd Becker. Doch das blieb am Ende für seine Mannschaft folgenlos. Der Treffer, den Kreisläufer Johannes Borschel zum 29:30 für Unterhaching erzielte, fiel erst mit der Schlusssirene, so dass die Begegnung ohne allzu großes Zittern für die Lohrer zu Ende ging. Und die Chancen stehen gut, dass auch den Rest der Runde nicht mehr gezittert werden muss.

U. Sommerkorn

Unterhaching: Allmendinger, Kiebler – Wegener, Wagner, Behm 3, Elmer 5, Epp 1, Borschel 8/3, Bauer, Dauhrer 3, Newel, Beiche, Heinle9, Kropp.

Lohr: Szabo, Hartig (bei 2 Siebenmetern) – Zeleny 3, J. Scheiner 2, F. Schmitt 6/6, Ferencsik, Kralik, Gremzde 4, J. Schmitt 6, Röder 1, Horn 3, Horky 5.

Schiedsrichter: Flohr/Muhrmann (Altenfurt).

Zeitstrafen: 3:4.

Rot: Kralik (41., Lohr, Foulspiel).

Siebenmeter: 3/3 – 6/6.

Zuschauer: 150.

Spielfilm: 0:3 (7.), 3:5 (16.), 4:10 (23.), 8:14 (28.), 12:15 (36.), 15:20 (45.), 19:21 (49.), 24:26 (55.), 26:30 (57.), 29:30 (60.).

Quelle: https://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Friedberg-Fuer-den-TSV-Lohr-ist-frueh-Land-in-Sicht;art798,9867996#paywallanchor

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