Es wird immer ernster

TSV Haunstetten – TSV Lohr 34:25 (18:11)

„Ergebnisse lügen nicht“, erklärte Lohrs Trainer Bernd Becker nach der Partie und erkannte damit die Berechtigung des Haunstettener Erfolgs unumwunden an. Für sein Team indes hat sich die Lage beim Kampf um den Klassenerhalt nicht verbessert, eher im Gegenteil. Am kommenden Samstag im Derby gegen die DJK Rimpar II steht das TSV-Team daher schon gehörig unter Druck, denn in der Abstiegsregion der Bayernliga sind die Teams fünf Spieltage vor Rundenschluss noch weiter zusammengerückt. Und die Gefahr, dass Lohr am Ende zu den wahrscheinlich drei Absteigern gehören könnte, ist nicht gebannt. Bereits seit dem dritten Januar-Wochenende hat das Team kein Punktspiel mehr gewonnen.

Nur 15 Minuten gleichwertig

15 Minuten lang hielten die Lohrer das Spiel im Augsburger Stadtteil offen, dann übernahm der TSV Haunstetten das Kommando. „Wir haben uns gegen die offensive Abwehr zusehends schwer getan, den Ball schnell zu bewegen“, räumte Bernd Becker ein, dessen Spieler sich mit fortschreitender Spieldauer zu oft im Eins-gegen-Eins-Spiel verhedderten. Zudem leisteten sich die Gäste eine Reihe von Fehlpässen, die die Hausherren zu einfachen Gegenstoßtreffern nutzten. „In der zweiten Hälfte hatten wir noch mehrmals die Chance, den Rückstand zu verkürzen. Doch wir haben eine Reihe von klaren Chancen nicht genutzt“, berichtete der Lohrer Coach.

Schonung für Zeleny

Im Hinterkopf hatte der Lohrer Trainer allerdings auch die womöglich richtungsweisende Partie am kommenden Samstag gegen Rimpar. Deshalb holte er bereits nach 20 Spielminuten seinen Rückraumspieler Bohuslav Zeleny vom Feld, weil sich die Tscheche eine Muskelzerrung zugezogen hatte. „Wir wollten verhindern, dass es schlimmer wird“, so Becker. Auch den gerade erst von einem grippalen Infekt genesenen Janis Gremzde setzte der Coach dosiert ein. Denn in den drei verbleibenden Heimspielen (gegen Rimpar, Landshut und Bayreuth) scheinen die Chancen für die Lohrer größer zu sein, die noch notwendigen Punkte einzufahren, als gegen das starke und robuste Team aus Haunstetten.

U. Sommerkorn

Haunstetten: Fischer, Rothfischer – Manz, Schaudt 1/1, Kienle 1, M. Horner 7, Schnitzlein 4, Smotzek 2, Jankrift 7, Link 1, Albrecht 2, Singer 1, Wiesner 2, A. Horner 6/3.

Lohr: Hartig (1. – 30.), Szabo (31. – 60.) – Zeleny 1, J. Scheiner, Seltsam 4, F. Schmitt 5/1, Ferencsik, Kralik, Gremzde 4, J. Schmitt 3, Rahtz 2, Röder 1, Horn 2, Horky 3.

Schiedsrichter: Spegele/Weineck (Unterpfaffenhofen).

Zeitstrafen: 7:6.

Siebenmeter: 5/4 – 3/1.

Zuschauer: 150.

Spielfilm: 4:4 (8.), 9:7 (14.), 15:8 (22.), 18:1 (30.), 22:15 (37.), 26:17 (43.), 32:22 (54.).

Quelle: https://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Fuer-Lohr-wird-es-immer-ernster;art798,9914240#paywallanchor

© Main-Post 2018

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.