Fabian Zehnters Comeback auf der Kippe

08.12.16

Fabian Zehnter

Fabian Zehnter

Foto: A. Röder

Die Serie der Hiobsbotschaften beim Handball-Bayernligisten TSV Lohr (12./5:15) vor dem enorm wichtigen Kellerduell gegen den HC Sulzbach-Rosenberg (13./3:17) reißt nicht ab (Anwurf: Samstag, 19.30 Uhr, Spessarttorhalle). Nachdem mit Jannik Schmitt (Gehirnerschütterung) nun schon der fünfte wichtige Spieler ausfällt (wir berichteten), könnte es beim samstäglichen Heimspiel nun nichts werden mit der Rückkehr von Fabian Zehnter.

Eigentlich hatten sie auf Lohrer Seite den 19-Jährigen, der zu Saisonbeginn zum westfälischen Landesligisten Borussia Höchsten gewechselt war, gegen Sulzbach-Rosenberg fest eingeplant. Am Samstag hatte Zehnter beim 32:32 gegen die Ahlener SG II sein letztes Spiel für Höchsten bestritten und anschließend, wie Lohrs Abteilungsleiter Ludwig Scheiner berichtet, alle für einen schnellen Wechsel nach Lohr nötigen Unterlagen per Post an den Bayerischen Handballverband gesandt.

Unterlagen nicht in München

„Das Problem ist nur, beim Verband in München sind die Unterlagen nicht angekommen“, berichtete Abteilungsleiter Scheiner über den Stand am Donnerstagmittag. Dadurch liegt für Zehnter auch keine Spielgenehmigung vor, ohne die ein Einsatz nicht möglich ist. „Wir können uns das nicht erklären“, so Ludwig Scheiner. So bleibt den Lohrern nur die Hoffnung, dass die Unterlagen am Freitag beim Verband eingehen und die Spielgenehmigung noch kurzfristig erteilt wird. Trotzdem verkündet Lohrs Trainer Bernd Becker: „Wir wollen zwei Punkte, und wir werden zwei Punkte holen. Von der Qualität schätze ich uns schlichtweg stärker ein als Sulzbach.“ Ein Sieg würde nach Meinung des Coachs zweierlei bewirken. Zum einen würde Lohr einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf auf Distanz halten, außerdem würde das Team mit einer positiven Stimmung in die Weihnachtspause gehen. Schließlich holte der TSV seine letzten Punkte am 15. Oktober. So wird die Rolle, die Neuzugang Hannes Münch bei seiner Premiere im Lohrer Team übernehmen soll, zusehends wichtiger. Denn nach derzeitigem Stand ist die Anzahl der einsatzfähigen Rückraumspieler auf Seiten des TSV sehr überschaubar.

„Trotzdem müssen wir versuchen, Tempo zu machen“, stellt Becker klar. Das liegt daran, dass auch der am Samstag in Lohr gastierende Tabellen-Vorletzte aus Sulzbach-Rosenberg nicht eben viele personellen Alternativen besitzt. „Die haben eine ordentliche erste Sechs, aber dahinter kommt nicht mehr so viel“, so der Lohrer Coach, der in Spielmacher Jiri Smolik, Rückraumwerfer Michael Waitz, Rechtsaußen Kristian Forster und Keeper Max Lotter die Aktivposten des HC sieht.

Als Motto für das Spiel am Samstagabend gibt Bernd Becker vor: „Nicht über unsere Situation jammern, sondern die Ärmel hochkrempeln.“

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post