Fehlwürfe bringen Lohr um alle Chancen

04.02.18

Foto: Michael Hochgemuth

TSV Friedberg – TSV Lohr 32:24 (16:11)

„Eigentlich“, so fasste Lohrs Trainer Bernd Becker nach der mit acht Toren Differenz doch recht deutlichen Niederlage in Friedberg zusammen, „haben wir ordentlich mitgespielt. Es ist nicht so, dass wir die schlechtere Mannschaft waren.“ Einen Unterschied gab es aber doch, der entscheidend war. Und dieser Unterschied lag in der Wurfausbeute. „Wir haben zwölf oder 13 völlig freie Bälle vergeben“, machte Becker klar. „Friedberg dagegen war im Abschluss effizient.“

Dabei scheiterten die Gäste an einem Spieler, den sie zuvor so gar nicht auf der Rechnung gehabt hatten. Als Friedbergs Stammkeeper Benjamin von Petersdorff in der Anfangsphase kaum eine Hand an den Ball gebracht hatte, schickte sein Trainer Mirko Pesic nach nicht einmal einer Viertelstunde Felix Dorsch zwischen die Pfosten, der zuvor bereits ein Landesliga-Spiel im Reserveteam der Gastgeber bestritten hatte. Und jener Felix Dorsch trieb die Lohrer an diesem Samstagabend förmlich zur Verzweiflung, wehrte zahlreiche freie Bälle ab, darunter ein halbes Dutzend Gegenstöße.

Entschieden wurde die Begegnung in den Minuten vor und nach der Pause. Nach einem 10:10-Zwischenstand setzte sich der Gastgeber bis zum Wechsel auf 16:11 und nach der Pause auf 20:11 ab, weil die Friedberger da eine doppelte Überzahl zu nutzen wussten. „Wir haben zwar weiter gekämpft, konnten aber nichts mehr ausrichten“, so Becker und machte deutlich, dass die Niederlage kein Resultat mangelhafter Einstellung gewesen sei.

Zahlreiche Gegentreffer

Dass seine Spieler mit 32 Toren eine relativ hohe Anzahl an Gegentreffern kassierten, lag nach den Worten des Gästecoachs auch an der Angriffsleistung seiner Mannschaft. „Vorne haben wir verworfen, und Friedberg ist danach immer wieder über die zweite Welle gekommen“, so Bernd Becker.

Viel Zeit für eine Pause über die Faschingszeit werden seine Spieler nicht bekommen. In der kommenden Woche stehen noch zwei Trainingseinheiten an, am Faschingsdienstag geht es bereits weiter. Schließlich steht nur drei Tage nach Aschermittwoch das Derby bei der DJK Rimpar II an, bei dem die Lohrer sich bemühen werden, weiter den Abstand auf die Teams im Tabellenkeller zu wahren.

U. Sommerkorn

Friedberg: von Petersdorff (1. – 12., 46. – 60.), Dorsch (12. – 46.) – Okyere 3, Thiel 3, Schnitzlein 3, Augner 6/1, Lang, Schneider 5/2, Dittiger 7, Fuchs, Abstreiter 4, Müller, Prechtl 1

Lohr: Szabo (n. e.), Hartig – Zeleny 6/4, J. Scheiner 1, F. Schmitt 4, Ferencsik, Kralik, Gremzde 8, J. Schmitt 1, Born, Rahtz 1, Horn, Horky 3.

Schiedsrichter: Grimm/Müller (Rothenburg/Lichtenau).

Zeitstrafen: 1:4.

Siebenmeter: 4/3 – 4/4. Zuschauer: 250.

Spielfilm: 2:3 (6.), 7:6 (13.), 10:10 (23.), 20:11 (33.), 21:15 (37.), 26:20 (49.), 30:22 (54.).

Quelle: http://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Dorsch-Friedberg-Fehlwuerfe-bringen-Lohr-um-alle-Chancen;art798,9879557

© Main-Post 2018

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