Lohr winkt eine sorgenfrei Rückrunde

26.01.18

Ferdinand Schmitt

Ferdinand Schmitt

Foto: Vogeltanz

TSV Lohr – TSV Ottobeuren

(Samstag, 19.30 Uhr, Spessarttorhalle)

Zwei Punktspiele hat der TSV Lohr (7./14:14) im neuen Jahr absolviert und beide Partien gewonnen. „Wir haben eine gigantisch gute Chance, jetzt schon eine Vorentscheidung zu schaffen“, betont Trainer Bernd Becker vor dem Heimspiel seines Teams gegen den TSV Ottobeuren (14./6:24). Denn sollte seine Mannschaft gewinnen, wäre ihr Vorsprung so groß, dass die Teams aus dem Tabellenkeller kaum mehr herankommen dürften. Den Lohrern winkt also die Perspektive, den Klassenerhalt bereits im Januar praktisch perfekt zu machen. So früh in der Saison gelang dies zuletzt im Jahr 2013 unter dem mittlerweile verstorbenen Trainer Frantisek Fabian.

Warnung vor Leichtfertigkeit

Doch Bernd Becker warnt vor Leichtfertigkeit: „Die Situation ist auch irgendwie gefährlich. Wir haben zweimal gewonnen – und jetzt kommt ein Abstiegskandidat.“ Denn das Schlusslicht ist seiner Auffassung nach bei weitem nicht so schwach, wie es der Tabellenstand glauben macht. Das bekamen die Lohrer bereits im Hinspiel zu spüren, als sie sich denkbar knapp mit 28:27 durchsetzten.

„Da hatte Ottobeuren mit Patrick Kofler im Rückraum und Christian Schaupp am Kreis eine starke Achse“, erinnert sich Becker.

Nun hat der Aufsteiger zur Winterpause personell noch einmal nachgelegt: Mit Filip Matijevic und Dusko Trifunovic ergänzten die Unterallgäuer ihren reichen Fundus an Handballern aus Südosteuropa um zwei groß gewachsene Rückraumspieler. Zudem haben sie ihren langjährigen Keeper Zoltan Varga reaktiviert, der eigentlich seine sportliche Laufbahn bereits beendet hatte. Für den Lohrer Coach verfügt der samstägliche Gast in jedem Fall über ein gut besetztes Team. „Warum Ottobeuren da steht, wo es steht, ist mir eigentlich unerklärlich“, erklärt Bernd Becker.

Angst haben muss der Trainer allerdings nicht, besitzt er doch bei weitem mehr personelle Alternativen als zuletzt beim 30:29-Auswärtssieg in Unterhaching. Da hatten der angeschlagene Ferdinand Schmitt und erkrankte Kapitän Marius Rahtz noch gefehlt, beide sind in dieser Woche jedoch wieder ins Training eingestiegen und werden am Samstag gegen Ottobeuren auflaufen.

Vergrößerte Wechselmöglichkeiten

Fraglich ist indes noch der Einsatz von Jonathan Born, der nach seiner Knieverletzung wieder trainiert. „Allerdings müssen wir bei ihm noch sehen, wie weit er ist“, so Becker. Ob nun mit oder ohne Born: Der Coach besitzt wieder größere Wechselmöglichkeiten, mit denen er die Basis legen will für eine Rückrunde ohne Abstiegssorgen.

U. Sommerkorn

Quelle: https://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Lohr-winkt-eine-sorgenfreie-Rueckrunde;art798,9871907#paywallanchor

© Main-Post 2018

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.