Lohrer Motto: Taten statt Worte

22.02.18

TSV Lohr – DJK Waldbüttelbrunn

(Samstag, 19.30 Uhr, Spessarttorhalle)

Die Stimmung war schon einmal gelöster beim TSV Lohr (8./15:19) als derzeit. Seit drei Ligaspielen ist das Team sieglos, zuletzt lieferte es beim 20:30 bei der DJK Rimpar II einen ziemlich desolaten Auftritt ab. „Wir haben drüber gesprochen, was nicht gepasst hat. Aber zu viel Zeit wollte ich auch nicht aufs Reden verwenden“, so Lohrs Trainer Bernd Becker vor dem Derby gegen die DJK Waldbüttelbrunn (4/21:13). Für das Nachbarschaftsduell lautet das Motto also: Taten statt Worte.

Engagiert im Training

In den letzten Trainingseinheiten hätten seine Spieler gezeigt, dass sie gewillt seien, den jüngsten Auftritt vergessen zu machen. Das stimmt dem Coach zuversichtlich, dass seine Mannschaft am Samstag an anderes Gesicht als zuletzt zeigt.

Auch Waldbüttelbrunns Trainer rechnet mit motivierten Gastgebern: „Sie werden sich rehabilitieren wollen“, vermutet Dusan Suchy, der ein enges und hartes, nicht aber unbedingt ein schönes Match erwartet. Bis auf Kreisläufer Tobias Glöggler (Knieoperation) kann er voraussichtlich auf den kompletten Kader zählen. Lohr ist bis auf seine Langzeitverletzten Andreas Avar und Lorenz Schmitt vollzählig.

In den letzten Derbys gegen Waldbüttelbrunn stets stark: Keeper Tamas Szabo vom TSV Lohr.

Foto: Yvonne Vogeltanz

Bernd Becker macht ferner klar, dass sich die tabellarische Situation für sein Team wieder verkompliziert hat. Nachdem Ende Januar schon das Erreichen des Klassenerhalts in Reichweite schien, sieht es nun nicht mehr so rosig aus. Grund dafür ist nicht nur, dass die Lohrer zuletzt nicht gewonnen haben, sondern auch die Lage in der Dritten Liga. Hier sind mit dem HSC Coburg II und dem HSC Bad Neustadt zwei bayerische Teams zuletzt immer mehr in Abstiegsgefahr geraten. Sollte beide am Ende wirklich den Gang nach unten antreten müssen, gäbe es in der Bayernliga vier Absteiger. Und eine ganze Menge Bayernligisten hätten plötzlich Sorgen. „Wir können das alles noch regeln, aber wir müssen aufpassen“, sagt Bernd Becker.

Allerdings sind die nächsten beiden sportlichen Aufgabe, zunächst im Derby gegen Waldbüttelbrunn und dann beim Tabellenzweiten VfL Günzburg, für die Lohrer alles andere als einfach zu lösen. „Es kann sein, dass wir gut spielen und trotzdem keine Punkte holen“, gibt der Lohrer Trainer zu bedenken.

Szabo als Schlüsselspieler?

Allerdings ging sein Team in den letzten beiden Duellen mit Waldbüttelbrunn nicht leer aus. Im April 2017 gewann es auswärts mit 19:17, im Oktober 2017 holte es – ebenfalls in fremder Halle – ein 22:22. Beide Male war der überragende Lohrer Akteur Torhüter Tamas Szabo gewesen, der reihenweise freie Bälle parierte. Das dürften sie beim samstäglichen Gegner nicht vergessen haben. „Eine gute Torhüterleistung brauchen wir auf jeden Fall auch jetzt wieder“, betont Becker. Dann Szabo könnte einer der Protagonisten werden, an dem sich die Lohrer Mannschaft wieder aufrichtet.

Quelle: https://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Lohrer-Motto-Taten-statt-Worte;art798,9894663#paywallanchor

© Main-Post 2018

Derby-Historie

In 23 Bayernliga-Partien standen sich der TSV Lohr und die DJK Waldbüttelbrunn bisher gegenüber. Die Bilanz ist ausgeglichen: Neun Siege, fünf Unentschieden und neun Niederlage stehen für die Lohrer zu Buche. Dabei erwies sich das Heimrecht nicht immer als Vorteil. In der heimischen Spessarttorhalle gewann das TSV-Team bislang sechsmal, spielte einmal unentschieden und verlor fünfmal.

Der höchsten Heimsieg für den TSV gab es am Samstag, 24. September 2005, bei einem 24:19. In den letzten beiden Heimspielen gab es für die Lohrer jeweils saftige Niederlagen (18:25 am 17. Januar 2015, 13:20 am 26. November 2016).

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