Lohrer stehen in Krumbach unter Druck

17.02.17

Foto: Ernst Mayer

Foto: Ernst Mayer

TSV Niederraunau – TSV Lohr

(Samstag, 19.30 Uhr, Schulzentrum Krumbach)

Wer vor dem Auftritt des TSV Lohr (11./9:23) am Samstagabend beim TSV Niederraunau (14./2:30) mit Verantwortlichen der Gäste über die anstehende Partie im Sportzentrum Krumbach spricht, dann fällt immer wieder das Wort „wichtig“. Egal, ob sich nun Lohrs Trainer Bernd Becker oder Abteilungsleiter Ludwig Scheiner äußert. Denn sollten die Gäste beim Mitaufsteiger straucheln, könnten sie auf den drittletzten Platz zurückfallen, weil parallel nur 30 Kilometer von Krumbach entfernt der direkte Verfolger VfL Günzburg (12./8:24) den Vorletzten Sulzbach/Rosenberg (13./3:29) empfängt und dabei gute Chancen hat, Punkte einzufahren. Für Lohr wäre das Abrutschen auf den drittletzten Rang deshalb heikel, weil dieser zum Abstiegsplatz mutieren würde, sobald ein Drittligist in die Bayernliga absteigen muss.

„Ganz klar, wir haben den Druck. Niederraunau ist praktisch abgestiegen und kann unbelastet auftreten“, stellt Lohrs Trainer Bernd Becker klar. Immerhin kann der Coach mit Keeper Tom Scheiner, Andreas Avar und Jannik Schmitt einige Rückkehrer im Team begrüßen, die zuletzt bei der 25:35-Niederlage gegen Spitzenreiter HC Erlangen II angeschlagen pausiert hatten. Noch nicht reichen für einen Einsatz wird es bei Zoltan Ferencsik, der mit gebrochenem Finger wohl noch bis nach Fasching aussetzen muss. Auch der Einsatz von Youngster Lorenz Schmitt ist nach einer Rückenprellung fraglich.

Einfaches Rezept

Beckers Rezept für einen möglichen Erfolg hört sich durchaus simpel an: „Wir müssen eine stabile Abwehr stellen und einfache Tore erzielen.“ Denn obwohl die Gastgeber bisher 15 von 16 Ligaspielen verloren haben, reist die Lohrer Coach mit Respekt vor dem Umfeld und auch vor den kämpferischen Fähigkeiten der Gastgeber an: „Obwohl es sportlich nicht gut läuft, kommen da immer noch 300 bis 500 Zuschauer. Die Stimmung in der Halle ist schon speziell, da darf man nicht hektisch werden.

“Außerdem habe Niederraunau in vielen Partien ordentlich mitgehalten und selten wirklich klare Niederlagen kassiert. So wie zuletzt bei der 24:28-Derby-Niederlage gegen den TSV Friedberg. „Mit jeder Niederlage wird das Nervenkostüm dünner“, erklärte Niederraunaus Trainer Markus Waldmann gegenüber der Günzburger Zeitung, fügte aber hinzu: „Da die Jungs in diesem Verein groß geworden sind, ist das Ganze ertragbar.“ Und auch der Umstand, dass mit Maximilian Deisenhofer ein wichtiger Rückraumspieler den Niederraunauern wegen eines Bänderisses in der Schulter für den Rest der Runde fehlen wird, trägt natürlich nicht zur Stimmungssteigerung beim Tabellenletzten bei.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post