Lohrs Trainer wurmt die Hinspielniederlage

18.01.18

Marius Rahtz

Marius Rahtz

Foto: Vogeltanz

TSV Unterhaching – TSV Lohr

(Samstag, 18.15 Uhr, Hachinga-Halle)

Die jüngsten Erinnerungen an den TSV Unterhaching (7./14:14) sind für Trainer Bernd Becker und seine Handballer vom TSV Lohr (8./12:14) nicht unbedingt die besten. Die 22:25-Heimniederlage vom 23. September 2017 ist für den Coach rückblickend der ärgerlichste Spielverlust der gesamten laufenden Runde: „Wir haben etwas gutzumachen“, verkündet Becker vor dem Rückspiel am frühen Samstagabend im Münchner Süden.

Verlorene Punkte

Besonders wurmte Becker die Niederlage angesichts der starken Startphase seines Teams, das damals gegen die offensive Unterhachinger Deckung anfangs vieles richtig gemacht hatte und kurz vor der Pause mit 14:10 führte. „Dann war bei uns plötzlich alles weg“, so der Trainer. Die zwei damals verlorenen Punkte hätten die Lohrer gut gebrauchen können, stünden sie doch mit einem Sieg mehr nun sicher im Tabellenmittelfeld.

Daher ist die Lohrer Motivation groß, die verlorenen Zähler zurückzuholen. Allerdings sind Beckers personelle Möglichkeiten begrenzt. Neben den Langzeitverletzten Lorenz Schmitt, Markus Seltsam und Andreas Avar fällt nun auch Jonathan Born aus, der sich beim jüngsten Heimsieg über Anzing eine Blessur am Knie zugezogen hat. „Er konnte nicht trainieren und kann auch nicht spielen. Aber wir gehen davon aus, dass es nichts Schlimmeres ist“, so Becker. Dagegen wird er Jonas Scheiner voraussichtlich aufbieten können, auch wenn dem Rückraumspieler während der Woche ein grippaler Infekt zu schaffen machte.

Abschiedstour

Für einen im Lohrer Team wird die Partie in Unterhaching der Auftakt seiner Abschiedstour sein. Kapitän Marius Rahtz wird aus beruflichen Gründen ab Februar in die Schweiz ziehen, aber zumindest die laufende Runde für den TSV noch zu Ende spielen. Ab der neuen Saison wird er dann allerdings nicht mehr im Kader stehen. Er ist damit der zweite Abgang im Lohrer Team nach dieser Spielzeit, nachdem Abwehrchef Milan Kralik bereits angekündigt hat, seine aktive Laufbahn im Frühsommer zu beenden.

„Wir planen keine Verpflichtung eines zusätzlichen Kreisläufers“, antwortet Lohrs Sportleiter Ludwig Scheiner auf die Frage, wie denn der Verein auf den Abgang von Marius Rahtz reagieren werde. Schließlich sei die Position mit Zoltan Ferencsik und Kevin Gehl, der nach der Saison vom TV Haibach zurückkehren wird, doppelt besetzt.

Wohl keine weiteren Neuzugänge

Insgesamt geht Scheiner davon aus, dass der Kader bis auf die zwei Abgänge zusammenbleibt. „Es ist zwar noch nicht alles fix, ein paar Gespräche laufen noch“, so der Sportleiter, der ergänzt: „Natürlich kann sich immer kurzfristig etwas ändern. Aber wir planen, mit 15 Feldspielern in die neue Saison zu gehen.“ Über diese 15 Akteure verfüge der Verein bereits, zähle man den derzeit nach einem Kreuzbandriss verletzten Andreas Avar hinzu. Deshalb plane der Klub nach derzeitigem Stand auch keine weiteren Neuverpflichtungen.

U. Sommerkorn

Quelle: https://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Trainer-und-Trainerinnen-Lohrs-Trainer-wurmt-die-Hinspielniederlage;art798,9865979#paywallanchor

© Main-Post 2018

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.