Mehr als zwei verlorene Punkte

02.10.16

Benny Horn - hoffentlich nicht der nächste Langzeitverletzte

Benny Horn - hoffentlich nicht der nächste Langzeitverletzte

Foto: Röder

HC Erlangen II – TSV Lohr 29:17 (14:9)

Jetzt kommt's knüppeldick für Handball-Bayernligist TSV Lohr: Die Niederlage beim Topfavoriten auf den Titel, dem HC Erlangen II, war zwar einkalkuliert worden. Nicht aber die Tatsache, dass sich mit Benjamin Horn bereits der zweite Leistungsträger binnen einer Woche eine schwere Verletzung zugezogen hat. Eine Woche zuvor hatte Lukas Horky im Heimspiel gegen Bayreuth einen Kreuzbandriss erlitten, nun erwischte es Benjamin Horn am Knie. Der Rechtsaußen hatte sich Ende der ersten Halbzeit bei einer Drehbewegung verletzt. „Es sieht nicht gut aus. Vielleicht betrifft es nur die Außenbänder, aber es könnte auch noch schlimmer sein“, kommentierte TSV-Trainer Bernd Becker den Ausfall seines Spezialisten für den schnellen Gegenstoß.

Angesichts des personellen Rückschlags trat das Spiel bei den Gästen beinahe etwas in den Hintergrund. „Was Erlangen von der Breite her in seinem Kader aufbieten kann, ist schon sagenhaft“, erklärte der Lohrer Trainer. Bei der gastgebenden Reserve liefen mit Christopher Bissel, Johannes Bayer und Keeper Michael Haßferter Spieler auf, die in dieser Saison schon für die erste Mannschaft des HCE in der Bundesliga gespielt hatten. Dabei machte vor allem Torwart Haßferter den Lohrern zu schaffen und hatte großen Anteil daran, dass der Gast nur auf 17 Treffer, aber auf insgesamt 24 Fehlwürfe kam.

Jedoch machten die Lohrer manches gar nicht schlecht. Sie verteidigten konsequent, die Torhüter Tamas Szabo und Tom Scheiner zeichneten sich immer wieder aus. Mit Ausnahme einiger Phasen spielten sie ihre Angriffe auch diszipliniert aus und warteten geduldig auf ihre Chancen, die dann jedoch zu oft nicht genutzt wurden. Lediglich zu Beginn der zweiten Hälfte agierte der Gast einmal überhastet, so dass die Erlanger Reserve die daraus resultierenden Ballgewinne zu Kontern nutzte und nach 48 Minuten einen vorentscheidenden 25:12-Vorsprung herausgeworfen hatte.

Schlüsselspiel am Samstag

Am Tage nach der Partie galten die Gedanken des TSV-Trainers bereits der nächsten Partie. Am Samstag, 8. Oktober, kommt Mitaufsteiger TSV Niederraunau in die Spessarttorhalle. Ein mutmaßlich direkter Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg, den sich die Lohrer tabellarisch unbedingt vom Leib halten wollen. Auch wenn die personellen Sorgen derzeit groß sind.

U. Sommerkorn

Erlangen: Haßferter, Walzik – Hoffmanns (1), Bayer (3), Wunder (2), Ohlig (3), Herbst (3), Wannenmacher (1), Wagner (2), Walz (1), Pelka, Schletterer (2), Bissel (2), Lux (9/2).

Lohr: Szabo (1. – 45.), T. Scheiner (45. – 60.) – Zeleny (7/3), Baudisch (2), F. Schmitt (2), Ferencsik (1), Avar, Kralik, J. Schmitt (1), Born (2), Rahtz (1), L. Schmitt, Horn (1).

Schiedsrichter: Spegele/Weineck (Unterpfaffenhofen/Germering)

Zeitstrafen: 10:7

Siebenmeter: 2/2 – 5/3

Zuschauer: 100.

Spielfilm: 6:2 (11.), 9:6 (18.), 12:7 (25.), 13:9 (29.), 18:10 (36.), 25:12 (48.), 26:16 (54.).

Quelle: Main-Post