Noch nicht am Ziel

31.03.17

Zusammenhalt ist angesagt

Zusammenhalt ist angesagt

Foto: Röder

Noch ist das Ding nicht durch für die Handballer des TSV Lohr (11./15:25). Da sich die Zahl der Bayernliga-Absteiger auf drei vergrößern könnte, wenn es einen Drittliga-Absteiger aus dem Freistaat gibt, muss das Team weiter punkten, um sich aller Sorgen zu entledigen. Schließlich ist der Abstiegskampf in der Dritten Liga, Gruppe Ost, eine enge Kiste. Auf Abstiegsplatz 14 steht derzeit die SG LVB Leipzig, doch mit dem HSC Coburg II rangiert ein bayerischer Vertreter punktgleich davor. Deshalb müssen die Lohrer dringend etwas tun, auch wenn sie am Samstag mit dem TSV Haunstetten (5./24:16) einen starken und äußerst unbequemen Gegner empfangen (Anwurf, 19.30 Uhr, Spessarttorhalle. „Es herrscht auch keine Frühjahrsmüdigkeit“, verkündet Lohrs Trainer Bernd Becker. Die jüngste Heimniederlage gegen den TSV Friedberg sei abgehakt.

Aggressive Deckung

Allerdings hat der Coach einen Heidenrespekt vor den Gästen aus dem Augsburger Stadtteil. Die sind zwar mit 2:10-Punkten in die Saison gestartet, spielen aber seit Anfang November auf dem Niveau der Spitzenteams. „Haunstetten hat eine Art zu spielen, die uns nicht liegt“, bekennt Bernd Becker. Denn die samstäglichen Gäste agieren mit einer enorm aggressiven 3:2:1-Deckung. „Wir müssen sehen, dass wir den Ball bewegen und uns nicht festmachen lassen.“ Schlüsselspieler der Schwaben ist der bewegliche und torgefährliche Spielmacher Alexander Horner. „Wir brauchen einen guten Tag, wenn wir eine Chance haben wollen“, so Becker. In seinem Trainingsbetrieb hatte zuletzt er die Rückkehrer Lorenz Schmitt und Jonathan Born begrüßen können. Bei Letzterem hatte sich nach Untersuchung des Knies der Verdacht auf einen Kreuzbandriss nicht bestätigt. „Wahrscheinlich ist es nur eine Prellung“, meinte sein Trainer erleichtert. Ob es für Born und Schmitt aber am Samstag schon zu einem Einsatz reicht, ist offen: „Ich muss sehen, wie sich die Spieler fühlen“, erklärt Becker.

Derweil zeichnet sich ab, dass sich sein Kader zur neuen Saison wenig verändern wird. Wie Abteilungsleiter Ludwig Scheiner mitteilte, hätten nun auch Andreas Avar, Jonas Scheiner und Keeper Tamas Szabo ihre Zusage gegeben, in der kommenden Runde das Lohrer Trikot zu tragen. Damit ist der einzige Akteur, bei dem es fix ist, dass er in der Runde 2017/18 nicht dabei sein wird, Tom Scheiner. Der Torwart muss sich einer Hüftoperation unterziehen. Demnächst will Ludwig Scheiner auch Gespräche über die sportliche Zukunft von Janis Gremzde und Milan Kralik führen. Das wären dann die letzten Akteure aus dem gegenwärtigen Kader, bei denen die Lage noch nicht geklärt ist.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post