Ohne Faschingsnachwehen

DJK Rimpar II – TSV Lohr

(Samstag, 20 Uhr, Dreifachhalle)

Die tollen Tage scheinen die Handballer des TSV Lohr (8./15:17) augenscheinlich gut überstanden zu haben. „Ich habe im Training keine Faschingsnachwehen bemerkt. Sollte es welche geben, haben sie die Spieler gut kaschiert“, bemerkte TSV-Coach Bernd Becker nach der ersten postkarnevalistischen Übungseinheit. So geht sein Team am Samstag ohne personelle Sorgen in die erste Partie der Fastenzeit bei der DJK Rimpar II (11./11:19).

Der 48-jährige Coach reist am Samstag zu seinem Heimatverein, in Rimpar spielte er vor über 20 Jahren als Torwart in der Bayernliga und sammelte erste Erfahrungen als Jugendtrainer. Sein Vater Dieter war jahrzehntelang bei der DJK in der Marktgemeinde im Landkreis Würzburg in verschiedenen Funktionen aktiv.

Trainer Bernd Becker in Jubelpose, die er beim Auswärtsspiel in Rimpar gerne wiederholen möchte

Foto: Heiko Becker

Klar, dass Bernd Becker, der mittlerweile in Höchberg lebt, den samstäglichen Gegner, die Rimparer Zweitliga-Reserve, bestens kennt. Und er äußert Respekt. „Wir haben uns immer schwer getan."

Die Rimparer haben eine sehr stabile Deckung und mit Markus Leikauf einen starken Torhüter“, erklärt der TSV-Coach, dessen Team es mit einem früheren Mannschaftskollegen zu tun hat: Für DJK-Kreisläufer Janik Nass geht es erstmals im Rimparer Leibchen gegen seinen Heimatverein.

Mit der Zweitliga-Reserve taten sich die Lohrer in der Vergangenheit oft schwer. Den ersten Sieg über eine zweite Rimparer Garnitur in einem Bayernliga-Spiel gab es erst im März 2017, als das TSV-Team auswärts mit 23:21 gewann. Und dabei ähnliche Stärken offenbarte, wie sie die DJK-Reserve zu zeigen pflegt – nämlich eine starke Abwehr und eine starke Torhüterleistung. „Wenn wir jetzt gewinnen wollen, müssen wir das wiederholen. Außerdem müssen wir sehr diszipliniert spielen“, sagt Becker.

Dass Rimpars Reserve trotz vorhandener Qualitäten weiter im Dunstkreis der Abstiegszone rangiert, liegt nicht zuletzt daran, dass die Offensive nach dem Weggang von Kreisläufer Nicolas Gräsl zum Drittligisten HC Erlangen II vor der Saison wenig durchschlagskräftig ist.

Zwar rangiert Rückraumwerfer Philipp Meyer, der zum Perspektivkader der ersten Mannschaft zählt, mit 97 erzielten Treffern auf Rang sieben der Bayernliga-Torschützenliste, doch leistete sich der 20-Jährige in dieser Saison mitunter auch eine hohe Anzahl an Fehlwürfen. Gleichwohl hat Bernd Becker Respekt vor dem Rimparer Topwerfer: „Philipp Meyer ist ein Spieler, der sich in Angriff und Abwehr stark verbessert hat und der schwer zu halten ist, wenn er in gute Wurfpositionen gebracht wird.“ Heißt aber im Umkehrschluss: Arbeitet die Gästeabwehr konsequent, hat das Lohrer Team durchaus die Möglichkeiten, seinen Erfolg aus dem Vorjahr zu wiederholen.

U. Sommerkorn

Quelle: http://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Lohrer-ohne-Faschingsnachwehen;art798,9889068

© Main-Post 2018

Die Angriffsstatistik der Teams

Zum ersten Mal kommt es in dieser Saison zum Lokalduell zwischen der Zweitliga-Reserve der DJK Rimpar und dem TSV Lohr. Das Vorrundenspiel wurde auf Samstagabend verlegt. In der vergangenen Saison gewann jeweils die Auswärtsmannschaft. Beide Angriffsreihen kämpfen in dieser Spielzeit mit Ladehemmung. Während die Grün-Weißen in den bisherigen 15 Spielen im Durchschnitt 24 Tore erzielt haben, kommen auch die Lohrer nur auf geringfügig mehr (24,125).

Das sind die schwächsten Werte aller Bayernligisten. Viele Treffer sind also nicht zu erwarten, zumal die Abwehrformationen jeweils die Prunkstücke beider Teams stellen.

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