Zahlreiche Anzeichen für Beckers Verbleib

20.01.17

Bernd Becker

Bernd Becker

TSV Lohr – TG Landshut

(Samstag, 19.30 Uhr, Spessarttorhalle)

Trotz recht durchwachsener Ergebnisse in den vergangenen Monaten, die nicht zuletzt den zahlreichen verletzungsbedingten Ausfällen geschuldet waren, steht der TSV Lohr (11./7:17) vor dem letzten Vorrundenspiel in der Handball-Bayernliga nicht auf einem Abstiegsplatz. „Wenn wir in den nächsten beiden Heimspielen vier Punkte holen, wäre das so etwas wie eine Vorentscheidung“, sagt TSV-Trainer Bernd Becker, da Lohr an diesem Samstag die TG Landshut (6./14:10) und eine Woche später zum Rückrundenauftakt den VfL Günzburg empfängt.

Lukas Horky verlängert

Obwohl die sportliche Zukunft der Lohrer noch nicht gesichert ist, planen die TSV-Verantwortlichen bereits für die neue Saison. Mit Rückraumspieler Lukas Horky wurde der Vertrag verlängert, obwohl der Tscheche derzeit mit einem Kreuzbandriss ausfällt. „Wir wollen die Mannschaft so zusammenhalten“, betont TSV-Abteilungsleiter Ludwig Scheiner. Gespräche darüber sollen in den nächsten Wochen mit den Spielern geführt werden. Und auch mit Trainer Becker will die sportliche Führung weitermachen, auch wenn die Vertragsverlängerung mit dem 47-jährigen Höchberger noch nicht offiziell ist. „Wir würden gerne mit ihm verlängern, egal in welcher Liga wir nächste Saison spielen“, so Scheiner. Auch der Coach gibt eindeutige Signale: „Ich sehe wenig, was dagegenspricht, dass ich weitermache.“ Daher wollen sich der Trainer und die Abteilungsführung in den nächsten Wochen zu Gesprächen treffen, an deren Ende höchstwahrscheinlich eine Vertragsverlängerung mit dem Coach stehen dürfte.

Nun müssen die Lohrer nur noch sportlich ihre Hausgaben machen. Und die anstehende gegen die TG Landshut ist durchaus anspruchsvoll, haben doch die Niederbayern am vergangenen Wochenende den Tabellendritten Friedberg mit 26:24 geschlagen und dabei eine überzeugende Vorstellung geliefert. Vor allem vor dem starken Gästerückraum mit Stefan Axthaler, Dominik Abeltshauser, Matthias Müller und Enis Kabashi hat Becker Respekt. „Es könnte ein Torhüterspiel werden“, macht der Lohrer Coach klar, dass viel von der Leistung seiner Schlussmänner Tamas Szabo und Tom Scheiner abhängen werde.

Die Chance für sein Team sieht Becker ferner darin, dass der TSV über einen breiteren Kader als die TGL verfügt, zumal Andreas Avar nach überstandenem grippalen Infekt wieder dabei sein kann. So ist es der Lohrer Plan, das Tempo hochzuhalten, in der Endphase die größeren Kraftreserven zu besitzen und schließlich zu punkten. Auch das wäre ein Beitrag dazu, dass die Zukunft beim TSV wieder klarere Konturen annehmen würde.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post