Hannes Münchs Ausfall schockt die Lohrer

09.01.17

Hannes Münch

Hannes Münch

Foto: Vogeltanz

Es hatte nach der Weihnachtspause alles besser werden sollen beim Handball-Bayernligisten TSV Lohr. Mit einem vergrößerten und qualitativ verbesserten Kader wollte sich der Aufsteiger möglichst schnell von der Abstiegszone entfernen. Eine tragende Rolle im Konzept von Trainer Bernd Becker sollte dabei Neuzugang Hannes Münch spielen. Der frühere Zweitliga-Spieler des HC Erlangen hatte sich bereits im letzten Spiel vor der Weihnachtspause beim 30:23-Heimsieg über den HC Sulzbach-Rosenberg prächtig eingeführt, von der Erfahrung und Übersicht des 28-Jährigen profitierten die jüngeren Teamkollegen enorm. Umso bitterer für die Lohrer, dass sich Hannes Münch am Samstag bei einer gemeinsamen Trainingseinheit beim Liga-Rivalen DJK Rimpar II eine schwere Verletzung zuzog – nämlich einen Anriss der Achillessehne. Der Rückraumspieler wurde bereits am Montag im Würzburger König-Ludwig-Haus operiert und fällt für den Rest der Saison aus.

„Ich bin geschockt“, gibt Lohrs Abteilungsleiter Ludwig Scheiner zu. „Es ist besonders bitter, weil Hannes uns in unserer schwierigen Situation helfen wollte. Es tut mir unglaublich leid für ihn.“ Trainer Bernd Becker flüchtet sich in Galgenhumor: „Wir sind beim TSV Lohr solche Dinge ja mittlerweile schon gewohnt.“ Denn gegen Ende des vergangenen Jahres fehlten dem TSV zeitweise bis zu sechs Spieler. Zwei unter ihnen, nämlich die am Kreuzband verletzten Lukas Horky und Benjamin Horn, stehen nun wie auch Hannes Münch die gesamte Saison nicht mehr zur Verfügung. „Besonders übel ist, dass das jetzt die Stimmung sehr drückt“, befand Abteilungsleiter Scheiner. Die sei nach Wiederaufnahme des Trainings in der ersten Januarwoche prächtig gewesen, ein gemeinsames Lakefleischessen auf dem Beilstein am Dreikönigstag tat ein Übriges dazu.

Janis Gremzde braucht Zeit

„Augen zu und durch“, so lautet nun das Motto von Trainer Becker. Immerhin hat er vor dem nächsten Rundenspiel am Samstag, 14. Januar, beim SV Anzing doch einige Rückkehrer im Aufgebot, die seine personellen Möglichkeiten vergrößern. So sind Ferdinand Schmitt und Jannik Schmitt von ihren Verletzungen genesen, auch die Spielgenehmigung für den vom westfälischen Landesligisten Borussia Höchsten zurückgekehrten Fabian Zehnter liegt mittlerweile vor.

Und nicht zuletzt ist Janis Gremzde wieder dabei, der bereits am Sonntagabend beim 31:26-Sieg der Lohrer Reserve im Bezirksoberligaspiel in Bad Neustadt Einsatzzeiten bekam. Doch Bernd Becker warnt vor überzogenen Erwartungen an den lettischen Rückraumspieler, der zuvor beinahe zehn Monate wegen einer Leistenverletzung ausgefallen war. „Wir sind froh, dass Janis wieder dabei ist. Aber er wird Zeit brauchen“, erklärte der TSV-Coach.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post