Lohrs ungeliebtes Pokalspiel im Frankenwald

07.09.17

2. Bayernpokalrunde

DJK Waldbüttelbrunn – TSV Lohr (Sonntag, 14 Uhr, in Helmbrechts)

Wenn Bernd Becker auf die Pokalansetzung seines TSV Lohr angesprochen wird, die sein Team sechs Tage vor dem Bayernliga-Start am Sonntag ins oberfränkischen Helmbrechts führt, wird der Trainer etwas ungehalten: „Der Pokal-Wettbewerb spielt für mich keine große Rolle. Das liegt an der Art, wie er ausgespielt wird, die ist nämlich unattraktiv. Aber wir werden ja gezwungen mitzuspielen“, erklärt der 48-Jährige.

Priorität habe der Rundenauftakt am Samstag, 16. August, beim SV Anzing. Was Becker so erzürnt, ist der Umstand, dass seine Mannschaft im 210 Kilometer entfernten Frankenwald im Halbfinale eines Viererturniers gegen den unterfränkischen Nachbarn und Ligarivalen DJK Waldbüttelbrunn antreten muss. Seiner Meinung wäre ein solches Viererturnier mit Mannschaften aus der Region problemlos möglich gewesen, da sich mit der TG Heidingsfeld und dem TV Marktsteft zwei weitere unterfränkische Teams noch im Wettbewerb befinden. Diese spielen allerdings gegen Gegner aus Mittelfranken und der Oberpfalz.

Keine Lückenbüßer

Gegen Waldbüttelbrunn spielten die Lohrer erst am vergangenen Wochenende in einem Testspiel, das nach Lohrer Zählung 25:25 endete, nach Zählung auf Seiten des Gegners 25:24 für die DJK. Am Samstag, 14. Oktober, stehen sich die Kontrahenten dann im Bayernliga-Derby gegenüber. Ursprünglich war angedacht worden, die zweite Lohrer Mannschaft nach Helmbrechts zu schicken. „Aber die Leute sollen sich nicht fühlen wie Lückenbüßer“, so Lohrs Sportlicher Leiter, Ludwig Scheiner. So will Becker mit einem Kader nach Helmbrechts fahren, der zum Großteil aus Spielern der ersten Mannschaft besteht, ergänzt durch drei oder vier Akteure aus der Reserve. Da ihm sein Waldbüttelbrunner Kollege Dusan Suchy angekündigt hat, dass der Bayernliga-Dritte der Vorsaison ein U-23-Team ins Pokalspiel schicken werde, stehen die Lohrer Chancen aufs Erreichen des Endspiels nicht einmal schlecht. Da ginge es gegen den Sieger der Partie der beiden Landesligisten TV Helmbrechts gegen den HSV Hochfranken (Anpfiff Sonntag, 12 Uhr). Das Finale beginnt am Sonntag um 16.30 Uhr. Und der Sieger steht in der dritten Runde eines Wettbewerbs, für den sich der Lohrer Trainer nicht so recht begeistern kann.

U. Sommerkorn

Quelle: http://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Lohrs-ungeliebtes-Pokalspiel-im-Frankenwald;art798,9713454

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