Jannik Schmitt fehlt am Samstag

06.12.16

Jannik Schmitt

Jannik Schmitt

Foto: Röder

Es wirkt fast so wie bei einer Drehtür beim TSV Lohr: Wenn einer kommt, geht ein anderer. Hatte der Handball-Bayernligist am Montag die Verpflichtung des früheren Zweitliga-Spielers Hannes Münch bekannt gegeben (wir berichteten) und seinen dezimierten Kader damit ergänzt, gibt es nun vor dem im Abstiegskampf so wichtigen Spiel am Samstag gegen den HC Sulzbach-Rosenberg (Anwurf 19.30 Uhr, Spessarttorhalle) den nächsten Ausfall.

Rückraumspieler Jannik Schmitt hatte beim Auswärtsspiel am Samstag in Erlangen einen Schlag auf den Kopf bekommen. Wegen anhaltender Schwindelgefühle musste er sogar zur Beobachtung ins Krankenhaus. „Es ist wohl eine Gehirnerschütterung. Wir können ihn am Samstag keinesfalls einsetzen“, so Lohrs Trainer Bernd Becker. Der 47-jährige Coach ergänzt: „Was es in dieser Saison hier an Verletzungspech gegeben hat, habe ich noch nicht erlebt. Es ist Wahnsinn.“ Schließlich fallen mit Janis Gremzde, Lukas Horky, Benjamin Horn und Ferdinand Schmitt gleich vier Stammspieler verletzt aus.

Dazu rangiert der TSV Lohr in der offiziellen Tabelle der Bayernliga nicht mehr wie noch am Sonntag auf Platz zehn, sondern plötzlich auf Rang zwölf. Dagegen hat der TV Erlangen-Bruck seine acht Punkte, die ihm wegen des Einsatzes eines nicht spielberechtigten Akteurs abgezogen worden waren, zurückerhalten. „Das ist aber noch nicht endgültig“, stellt Abteilungsleiter Gerald Rothberger vom TV Erlangen-Bruck klar. Dass sein Verein die Zähler zurückerhalten habe, hänge damit zusammen, dass er offiziell Einspruch gegen den von der Spielleitung verfügten Punktabzug eingelegt habe, so Rothberger. Eine endgültige Entscheidung werde aber erst das Sportgericht fällen. Er habe mit Gerhard Tschochohei, dem Präsidenten des Bayerischen Handballverbandes, telefoniert: „Der hat mit eine vereinsfreundliche Lösung zugesagt.“

Derzeit keine Planungssicherheit

Will heißen: Es soll eine schnelle Entscheidung geben, damit die Vereine im Abstiegskampf der Bayernliga Planungssicherheit haben. Ferner geht es auch um das bayerische Final-Four-Turnier um den Molten-Pokal, bei dem Erlangen-Bruck am Wochenende des 17./18. Dezember eigentlich Ausrichter wäre. Doch auch im Pokalwettbewerb haben die „Brucker“ den betroffenen Spieler eingesetzt. Sollte das Sportgericht also entscheiden, dass der von der Spielleitung verfügte Punktabzug korrekt war, fände das Endturnier nicht in Erlangen, sondern beim südbayerischen Landesligisten TSV Allach statt.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post

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