23 Fehlwürfe sind zuviel

01.05.17

Tom Scheiner

Tom Scheiner

Foto: Röder

HC Sulzbach-Rosenberg – TSV Lohr 24:22 (11:8)

Nach zuletzt erfolgreichen Wochen mit dem erreichten Klassenerhalt als Krönung gab es für die Lohrer Handballer beim als Absteiger feststehenden HC Sulzbach-Rosenberg einen Dämpfer. „Vielleicht haben, nachdem wir gerettet sind, ein paar Prozent gefehlt“, gab TSV-Trainer Bernd Becker nach der Niederlage zu bedenken, nach der sich seine Spieler nach dem Abpfiff die Erzeugnisse eines örtlichen Pizzaservices zu Gemüte geführt und dann flugs die Heimreise angetreten hatten.

Das größte Problem der Lohrer an diesem Samstagabend war im Tor des HC gestanden und hieß Maximilian Lotter. Der frühere Erlanger raubte den Gästen mit seinen Paraden früh den Mut und sorgte dafür, dass die TSV-Spieler über die gesamte Distanz keine Sicherheit in ihre Aktionen brachten. „Wir haben 23 freie Bälle verworfen, davon vier Siebenmeter. So kannst du nicht gewinnen“, stellte Becker klar. Seine Spieler zeigten gegen den erstmals in dieser Saison komplett angetretenen HC in der ersten Viertelstunde noch gut strukturierte Angriffe, doch mit jedem Fehlwurf ging in der Folge ein Stück der Ordnung im Aufbauspiel verloren. So übernahmen nach einer Viertelstunde die Hausherren die Regie und gingen ihrerseits in Führung. Zur Pause mit drei Toren Differenz, nach dem Wechsel dann gar mit fünf.

Chance für zwei Youngster

Der Lohrer Coach wechselte und brachte mit Markus Seltsam und Lorenz Schmitt zwei Nachwuchsakteure im Rückraum, mit denen die Lohrer in der Folge den Rückstand wieder verkürzen konnten. „Die haben das richtig gut gemacht. Und auch Tom Scheiner im Tor hat eine richtig starke Leistung gezeigt“, erklärte der Lohrer Trainer. So verkürzte sein Team den Rückstand, so dass es knapp sechs Minuten vor Schluss nur noch 22:21 für die Gastgeber stand. Doch die konnten sich in der Endphase auf ihren Keeper Lotter verlassen, an dem die Lohrer in den letzten Minuten zwei Siebenmeter-Strafwürfe nicht vorbei brachten. So konnte Sulzbach-Rosenberg den Vorsprung schließlich ins Ziel bringen. Und Becker stellte fest: „Der Sieg war verdient.“

Seine Mannschaft wird am kommenden Samstag, 6. Mai, ihr letztes Saison-Heimspiel bestreiten, wenn der SV Anzing in der Spessarttorhalle zu Gast ist. Da sollen seine Spieler dann wieder mehr Konsequenz im Abschluss zeigen, um die Runde mit einem guten Gefühl zu Ende zu bringen.

U. Sommerkorn

Sulzbach-Rosenberg: Lotter, Marx (n. e.) – Broz (2), Waitz (5), Wedel, Ströhl (1), Krizek, Smolik (2), K. Forster, Plößl, Luber (5/4), Mignon (4), Brockstedt, M. Forster.

Lohr: Szabo (n. e.), T. Scheiner – Zeleny (1), J. Scheiner (1), Seltsam (4), F. Schmitt (9/4), Avar (1), J. Schmitt, Gremzde, Born, Rahtz (1), Ferencsik (1), L. Schmitt (3), Zehnter (1).

Schiedsrichter: Flohr/Muhrmann (Stadeln/Altenfurt)

Zeitstrafen: 8:5

Rot: Krizek (57., Sulzbach-Rosenberger, 3. Zeitstrafe)

Siebenmeter: 6/4 – 8/4

Zuschauer: 200

Spielfilm: 2:3 (10.), 4:4 (16.), 9:5 (23.), 11:8 (30.), 14:9 (35.), 16:13 (40.), 19:15 (47.), 22:21 (54.), 24:21 (59.)

Quelle: Main-Post

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