8800 km Anfahrt zum Training

21.09.21

So weit mussten Lohrs Handballer in der Vorbereitung fahren, um einigermaßen konkurrenzfähig in die Saison 2021/22 gehen zu können.

Und das deshalb, weil es in Lohr trotz zweier Hallen nicht möglich war, unter den für die Bayernliga nötigen Bedingungen zu trainieren, das heißt in ausreichender Häufigkeit, in Hallen mit entsprechend großem Spielfeld und mit in dieser Spielklasse üblichen geharzten Bällen.

Besonders die Tatsache, dass die Spessarttorhalle kurzerhand zum Impfzentrum ausgewiesen worden war, machte die Lohrer Handballer heimatlos und man war fortan gezwungen, stetig nach adäquaten Trainingsmöglichkeiten zu suchen.

Folglich war die einzige Möglichkeit für Trainer Maxi Schmitt, Freundschaftsspiele und Trainingseinheiten in fremden Hallen zu organisieren. So fuhr man gleich mehrmals nach Kirchzell, Bad Neustadt, Hanau oder Gelnhausen, um nur einige der Orte zu nennen. Die Spieler selbst stellten dafür jeweils 3-4 ihrer eigenen Fahrzeuge zur Verfügung und trugen auch noch die Kosten für ihr Benzin selbst. In Summe erreichte man so seit dem 1.7.21 unglaubliche 8800 gefahrene Kilometer!

„Nachdem die Mannschaft während der Lockdownphase mit Laufapps, Fitnessuhren und intensiven online-Trainingseinheiten alles getan hatte, um athletisch fit zu sein, war die Einstellung der Jungs in den vergangenen 11 Wochen sensationell und zeigt den besonderen Charakter unserer Truppe, auf die wir mächtig stolz sind“, so Klaus Sieß, Lohrs Abteilungsleiter.

Besonders dankbar ist man dem TV 1884 Marktheidenfeld, der im August in einem beeindruckenden Akt der sportlichen Solidarität den Lohrer Handballern ihre Halle zur Verfügung stellten, wann immer es der Belegungsplan zuließ. „Wir sind froh, wenn in unserer Halle Sport getrieben wird – dafür wurde sie doch gebaut“, so die Aussage der TV-Verantwortlichen. Welch wohl klingende Töne in den Lohrer Ohren!

Wenn man nun glaubt, auf diese Weise mit vereinten Kräften und außerordentlichem Aufwand für die anstehende Saison gerüstet zu sein und alle Hindernisse überwunden zu haben, der sieht sich getäuscht.

Wenn nämlich am Wochenende die ersten Spiele stattfinden, wird Lohr noch nicht am Start sein. Da die Spessarttorhalle als Impfzentrum dienen musste, wird sie vor dem 23. Oktober nicht als Heimspielstätte zu nutzen sein. Das hat enorme Auswirkungen auf den Spielplan. So mussten die ersten beiden Heimspiele verlegt werden und Lohr startet 1 Woche später, und dann gleich mit 2 Auswärtsspielen. Diese Tatsache könnte natürlich den gesamten Saisonverlauf negativ beeinflussen, dessen ist man sich im Lohrer Leitstand bewusst.

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