Auf Lohr wird der Druck größer

04.10.18

TSV Lohr – TSV Friedberg

(Samstag, 19.30 Uhr, Spessarttorhalle)

Einen Blick auf die Bayernliga-Tabelle empfiehlt Bernd Becker seinen Spielern dieser Tage eher nicht. Der, so meint der Trainer des TSV Lohr (13./0:6), sei gegenwärtig noch nicht besonders aussagekräftig. „Wenn es mal November ist, dann ist das etwas anders“, meint der Coach. Sein Team steht allerdings mit drei (nicht unerwarteten) Niederlagen auf dem vorletzten Rang – am Mittwoch verlor es mit 22:27 bei HT München. Und potenzielle Konkurrenten wie der TSV Haunstetten oder der Eichenauer SV haben am Tag der Deutschen Einheit überraschend gepunktet. „Es ist möglich, dass wir bis zum Ende der Saison Druck haben. Besonders, weil es bis zu fünf Absteiger geben kann“, so Becker.

„Wir haben viele junge Spieler. Für die ist es nicht so leicht, eine solche Situation wegzustecken“, betont der TSV-Trainer und ergänzt: „Die Spiele, in denen wir größere Chancen haben zu punkten, kommen wohl erst in der zweiten Hälfte der Hinrunde.“ Die nächsten Gegner – der TSV Friedberg (3./4:2) am Samstag und die DJK Rimpar II acht Tage später – zählen gegenwärtig zu den Besten der Klasse. Ein Szenario, in dem die Lohrer einen Saisonstart mit 0:10-Punkten hinlegen, scheint also nicht ausgeschlossen.

Zwölf verschiedene Torschützen

Zumal der samstägliche Gegner zu den Mitfavoriten auf den Titel zählt. „Friedberg ist sehr stark und kompakt und hat mit Stefan Tischinger noch einmal einen Spieler dazugekriegt, der die Mannschaft vorne und hinten weiterbringt“, sagt Bernd Becker. Die Gäste aus Schwaben können auf einen breit besetzten Kader zählen, am Mittwoch beim 26:21-Sieg über die HSG Würm-Mitte trugen sich zwölf verschiedene Spieler in die Torschützenliste ein.

Die Lohrer hingegen hatten zuletzt immer wieder ihren zu geringen Wechselmöglichkeiten – speziell im Rückraum – Tribut zollen müssen, das TSV-Team hatte sich in allen drei bisherigen Saisonspielen den entscheidenden Rückstand in der zweiten Spielhälfte gehandelt. „Natürlich legen wir uns Wechselstrategien zurecht. Das heißt aber nicht, dass die immer aufgehen“, sagt der Lohrer Coach.

Eine Alternative für den Lohrer Rückraum: Fabian Zehnter (vorne). Foto: Vogeltanz

Verschärft wird die Situation dadurch, dass nach Lorenz Schmitt (Bruch des Handgelenks) mit Janis Gremzde (Probleme in der Schulter) ein weiterer Rückraumspieler auszufallen droht. Eine Alternative für ihn wäre Fabian Zehnter, der nach seiner endgültigen Rückkehrer aus dem Ruhrgebiet in die fränkische Heimat nun auch wieder mit der Mannschaft trainieren kann.

Benjamin Horn wohl dabei

Dagegen plant Becker wieder mit Rechtsaußen Benjamin Horn, der am Mittwoch nicht mit zu HT München gefahren war, weil er Vaterfreuden entgegensieht. „Ich gehe mal davon aus, dass er Samstag spielt, auch wenn es bis dahin noch nicht so weit sein sollte“, sagt sein Trainer, der seiner Mannschaft derzeit in der schwierigen Situation den Rücken stärkt.

Vielleicht hilft den Gastgebern ja ein Rückblick auf die Vorsaison: Auch da standen sich Lohr und der TSV Friedberg am ersten Oktoberwochenende – wie diesmal exakt am vierten Spieltag – in der Spessarttorhalle gegenüber. Damals gelang den Hausherren nach einer vor allem in der Defensive leidenschaftlich geführten Partie ein 21:18-Überraschungssieg, der die Grundlage dafür bildete, dass es letztlich zum Klassenerhalt reichte.

U. Sommerkorn

Quelle: https://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Friedberg-Auf-Lohr-wird-der-Druck-groesser;art798,10075096

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