Das Endspiel um Platz eins

An diesem Freitagabend werden in der Lohrer Nägelseehalle die Weichen mit Blick auf den Drittliga-Aufstieg gestellt. Auf beiden Seiten fehlen allerdings gesperrte Leistungsträger. 

07.04.22

Foto: HMB Media/Julien Becker | Fast zehn Jahre ist es her, dass die von Dusan Suchy (im Bild) trainiert DJK Waldbüttelbrunn zum letzten Mal beim TSV Lohr verloren hat. Ob diese Serie auch nach dem Bayernliga-Derby am Freitagabend noch Bestand hat?

Mit genau 13 Tagen Verspätung wird es an diesem Freitag, 8. April, um 19.30 Uhr in der Lohrer Nägelseehalle angepfiffen: das entscheidende Spiel um Platz eins in der Bayernliga-Vorrundengruppe Nordwest zwischen den gastgebenden TSV-Handballern (2. Platz/16:4 Punkte) und der DJK Waldbüttelbrunn (1./17:5). Der Partie kommt auch deshalb so große Bedeutung zu, weil beide Teams anschließend in die Ende April beginnenden Meisterschafts-Play-offs gehen und die Punkte aus den direkten Vorrundenvergleichen dahin mitgenommen werden.

"Wenn Waldbüttelbrunn aufsteigen will, muss die Mannschaft bei uns gewinnen", erklärt Lohrs Spielertrainer Maximilian Schmitt und spielt damit auf die kürzlich von DJK-Vorstand Winfried Körner getätigte Aussage an, dass Waldbüttelbrunn den Sprung in die Drittklassigkeit anstrebt. Die Lohrer können es nach Schmitts Worten dagegen locker angehen: "Für uns sind alle Spiele nach der Qualifikation für die Meisterschaftsrunde ein Bonus, wir haben unser Saisonziel schon erreicht."

Nur eingeschränktes Training bei der DJK Waldbüttelbrunn

Beim Gast indes sind sie erst einmal bestrebt, nach aufregenden Wochen wieder Fuß zu fassen. Das ursprünglich am 26. März angesetzte Derby war abgesagt worden, weil es auf Waldbüttelbrunner Seite mehr als ein halbes Dutzend Corona-Fälle gegeben hatte. "Wir haben am Dienstag erstmals wieder vollzählig trainiert. Das hat schon Spaß gemacht", merkte DJK-Coach Dusan Suchy nach zwei Wochen eingeschränkten Übungsbetriebs an, in denen Spieler wegen Infektionen gänzlich fehlten oder nach ihrer Rückkehr nicht voll belastbar waren.

Auch am Freitagabend in Lohr, da ist sich Suchy sicher, werden viele seiner Handballer aufgrund der Infektionsnachwirkungen noch ihre Pausen brauchen. Zwei Akteure werden allerdings die vollen 60 Minuten pausieren und dürfen nicht einmal auf die Ersatzbank: Lohrs Bernardo Gomes de Almeida und Waldbüttelbrunns Yannick Bardina haben sich in ihren jüngsten Spielen Disqualifikationen und in deren Folge Sperren eingehandelt. Mit Gomes de Almeida fehlt Lohr ein zentraler Abwehrspieler und der Kreisläufer Nummer eins, Waldbüttelbrunn muss in Person von Bardina seinen wurfstärksten Rückraumspieler ersetzen.

Seit fast zehn Jahren kein Heimsieg des TSV Lohr im Derby

Für beide Teams also eine Schwächung des Angriffsspiels. Doch für Suchy ändert das nicht viel: "Es wird ein enges Spiel. Ich kann mich außerdem nicht daran erinnern, dass Spiele zwischen Lohr und Waldbüttelbrunn in der Vergangenheit Torfestivals waren." Mit Blick auf die Vergangenheit wollen die Hausherren ihre Negativserie beenden: Letztmals gewannen sie ein Bayernliga-Heimspiel gegen die DJK Waldbüttelbrunn am 18. November 2012. Überragender Spieler beim 30:26 des TSV war der nun gesperrte Yannick Bardina, der vor knapp zehn Jahren noch das Lohrer Trikot trug.

Für Waldbüttelbrunn ist am Freitagabend mit dem Abpfiff die Bayernliga-Vorrunde beendet. Für den TSV Lohr steht am Samstag, 9. April, um 20 Uhr noch ein Spiel beim TV Erlangen-Bruck (6.(8:14) an, was für beide Mannschaften allerdings bedeutungslos ist, da die Gäste in die Aufstiegs-, die Mittelfranken aber in die Abstiegsrunde gehen.

Deshalb wird Schmitt auch mit einem sehr kleinen Kader dort antreten, der Spieler aus erster, zweiter und dritter Mannschaft vereint. Die Meisterschafts-Play-offs beginnen Ende April. Neben Lohr und Waldbüttelbrunn sind aus dem Süden sehr wahrscheinlich die Teams aus Anzing und Regensburg dabei. Um die weiteren freien Plätze konkurrieren noch die Mannschaften aus Rimpar und Haunstetten sowie die von HT München und aus Landshut.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post

INFO: Wer darf rein in die Nägelseehalle?

400 Zuschauer sind beim Derby in der Nägelseehalle zugelassen. Für sie gilt weiterhin eine Maskenpflicht, auch am Platz. Allerdings gehen nur knapp 250 Tickets in den freien Verkauf an der Abendkasse. Denn gut 100 Plätze sind für Dauerkarteninhaber reserviert, 50 Karten gingen an die Gäste von der DJK Waldbüttelbrunn. Deshalb bittet Sven Lehmann, für die Bayernliga-Mannschaft zuständiges Mitglied im Lohrer Sportbeirat, Waldbüttelbrunner Anhänger nicht ohne Karte anzureisen, sondern sich vorab über die DJK ihr Ticket zu besorgen.

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