Flut von Gegentreffern

19.11.17

Zusammenhalt ist angesagt

Zusammenhalt ist angesagt

Foto: Yvonne Vogeltanz

TG Landshut – TSV Lohr 37:29 (18:14)

Das war eine Art von Samstagsausflug, den sich die Lohrer Handballer so zuvor sicher nicht gewünscht hatten. „So viele Gegentore hat der TSV Lohr unter mir, soweit ich mich erinnern kann, noch nie bekommen“, merkte Trainer Bernd Becker an, der immerhin schon im insgesamt sechsten Jahr beim TSV an der Seitenlinie steht. Konsequenz des Ganzen war eine krachende und, wie Becker freimütig zugab, auch in der Höhe völlig verdiente Niederlage in der niederbayerischen Bezirkshauptstadt.

„Wir haben ohne Abwehr gespielt und das ganze Spiel überhaupt keinen Zugriff auf den Gegner bekommen. Wenn wir Körperkontakt hatten, gab es oft zwei Minuten, weil wir immer wieder zu spät dran waren“, charakterisierte Becker die Deckungsarbeit seines Teams. So kamen auch die in dieser Saison oft schon sehr starken TSV-Keeper Sven Hartig und Tamas Szabo nicht ins Spiel, weil sie von ihren Vorderleuten kaum Unterstützung erhielten. Zudem fehlte mit dem erkrankten Kapitän Marius Rahtz nicht nur ein starker Deckungsspieler, sondern auch ein Akteur, der in schwierigen Situationen versucht, seine Mitspieler zu wecken und mitzureißen. Etwas, was den Lohrern in Landshut sicher nicht geschadet hätte.

Hinzu kam ein starker Gastgeber, dessen Spielfluss auch nicht ins Stocken kam, als sein Spielmacher Dominik Abeltshauser nach nicht einmal zwölf Minuten nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karten sah. „Landshut hat von überall getroffen“, erklärte der Lohrer Trainer, dessen Team in der Offensive nicht einmal schlecht spielte, was jedoch wegen der Defensivschwächen unter dem Strich nichts nützte.

Nach der Pause versuchten es die Lohrer zwischenzeitlich mit einer Manndeckung gegen TGL-Routinier Stefan Axthaler, was aber nur kurzzeitig den Angriffsschwung der Hausherren etwas störte. Am Ende stand ein ungefährdeter Landshuter Sieg.

Die Lohrer sollten sich in puncto Abwehrverhalten etwas einfallen lassen. Schließlich kommt am Samstag, 26. November, der verlustpunktfreie Spitzenreiter TV Erlangen-Bruck zum Gastspiel in die Spessarttorhalle, der mit 334 Toren in zehn Spielen im bisherigen Verlauf der Saison so oft getroffen hat wie kein anderes Team der Klasse.

U. Sommerkorn

Landshut: Elgeti, Sigl – Sedivec, Christ (3), Gretsch (9), Abeltshauser, Scheibengraber (5/1), Moritz (5), Axthaler (9), Auernhammer (1), Obermayr, Pich (5), Berndl, Ruckdäschel.

Lohr: Hartig (1. – 18., 46. – 60.), Szabo (18. – 46.) – Zeleny (2), J. Scheiner (2), F. Schmitt (3), Ferencsik (1), Avar (3), Kralik, Gremzde (6), J. Schmitt (6), Horn (4), Horky (2).

Schiedsrichter: Nasseri-Rad/Schmidt (München).

Zeitstrafen: 8:3.

Rot: Abeltshauser (12., Landshut, 3. Zeitstrafe).

Siebenmeter: 1/1 – 0/0.

Zuschauer: 250.

Spielfilm: 3:2 (5.), 7:4 (9.), 8:6 (14.), 12:10 (21.), 16:12 (26.), 19:14 (32.), 21:17 (35.), 26:19 (41.), 28:23 (47.), 31:27 (53.), 33:29 (57.).

Quelle: https://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Friedberg-Flut-von-Gegentreffern-fuer-den-TSV-Lohr;art798,9799986#paywallanchor

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