Fünf Ja-Worte vor dem Spitzenspiel

06.02.20

Vor dem Landshuter Auftritt in der Spessarttorhalle geben Jannik Schmitt, Markus Seltsam, Fabian Zehnter, Lorenz Schmitt und Lukas Horky ihre Zusagen für die neue Runde.

Wer vor dem Standesamt sein Ja-Wort gibt, der tut das gemeinhin mit dem Ziel, sich für den Rest seines Lebens zu binden. Willenserklärungen mit dem Inhalt, einem Sportverein treu zu sein, haben in der Regel eine zeitliche Befristung. Dieser Umstand mindert aber meist nicht die Freude darüber, wenn diese zeitlich befristeten Zusagen gegeben werden: So geschehen auch beim Handball-Bayernligisten TSV Lohr (6./18:10), dessen Abteilungsleiter Matthias Hartmann in dieser Woche verkündete, dass seine Spieler Lukas Horky, Jannik Schmitt, Markus Seltsam, Fabian Zehnter und Lorenz Schmitt auch in der kommenden Saison das rote TSV-Trikot tragen werden. "Das sind gute Nachrichten vor dem Spiel am Wochenende", sagt Hartmann vor dem Auftritt des Spitzenreiters TG Landshut (1./26:4) am Samstag um 19.30 Uhr in der Lohrer Spessarttorhalle.

Die Zusagen des Quintettes legen die Vermutung nahe, dass das TSV-Team der Saison 2020/21 der Mannschaft der laufenden Runde gar nicht so unähnlich sein könnte. Denn bereits in den letzten Wochen haben die Torhüter Tamas Szabo und Tom Scheiner sowie Spielertrainer Maximilian Schmitt ihre Verträge verlängert.

Schmitt ist natürlich auch angetan vom Verbleib des Quintetts, das in dieser Woche zugesagt hat: "Ich freue mich darüber, dass die Jungs das gut finden, was hier abläuft. Das ist ja auch eine positive Rückmeldung für meine Arbeit", betont der 28-jährige Spielertrainer.

Was macht Carlos Prieto?

Bleibt nur noch die Frage nach der sportlichen Zukunft von Carlos Prieto. Der 96-fache spanische Nationalspieler, der seit dieser Saison für Lohr spielt, hat sich noch Bedenkzeit erbeten, ob er in eine zweite Runde beim TSV geht. "Die Situation ist offen. Wir haben keinen Druck", sagt Matthias Hartmann, der berichtet, dass Prieto klären wolle, ob er seine berufliche Tätigkeit und die lange Anfahrt von seinem Wohnort im mittelhessischen Dutenhofen weiter gut mit seinem Handball-Engagement in Lohr unter einen Hut bringen könne.

Sollte der 39-jährige Kreisläufer nicht in Lohr weitermachen, werde sich der Verein nach personellen Alternativen umschauen. "Carlos ist ein herausragender Handballer und eine Persönlichkeit. Wenn er gehen sollte, können wir ihn sicher nicht eins zu eins ersetzen", betont Matthias Hartmann. In diesem Fall sei neben der Verpflichtung eines Kreisläufers auch die eines Rückraumspielers möglich. Schließlich könne ja auch Lukas Horky, Carlos Prietos Nebenmann im Innenblock der Abwehr, am Kreis spielen.

Vor der Partie gegen den Tabellenführer am Samstag gibt sich Maximilian Schmitt zuversichtlich: "Für uns ist das so etwas wie ein Spitzenspiel. Bei einem Sieg können wir sogar noch einmal vorne ranschnuppern. Das ist ein Spiel, das sich die Jungs verdient haben", macht der Spielertrainer klar, der keine Ausfälle zu beklagen hat. Besonderes Augenmerk dürfte am Samstag der Abwehrarbeit seines Teams gelten, denn Landshut hat mit 29,7 erzielten Treffern pro Spiel die stärkste Offensive der Liga. "Aus dem Positionsangriff gibt es kaum bessere Mannschaften in der Klasse", sagt Schmitt über die TG Landshut. Doch er ergänzt: "Wir werden uns schon etwas einfallen lassen." Sollten diese Einfälle zu einem Sieg führen, dann dürfte dies die Laune noch weiter verbessern. Dann fehlte wirklich nur das Ja-Wort von Carlos Prieto.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post

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