Gleich gegen die richtig Großen

HaSpo Bayreuth – TSV Lohr (Samstag, 19.30 Uhr, Schulzentrum Ost)

Wenn am Samstagabend im Bayreuther Schulzentrum Ost für die Handballer des TSV Lohr Anwurf zur neuen Bayernliga-Saison – es ist ihre dritte in Folge – ist, treffen sie auf einen Gegner, mit dem sie in der Vergangenheit so ihre liebe Not hatten. Die offensive und meist auch recht rustikal zu Werke schreitende Abwehr der Oberfranken stellte für sie oft ein Problem dar. „Trotzdem haben wir in der letzten Saison keine schlechten Ergebnisse erzielt“, erklärt Lohrs Trainer Bernd Becker. In Bayreuth verlor sein knapp mit 20:23, zu Hause endete die Partie am vorletzten Spieltag mit 24:24, was die Entscheidung über den Lohrer Klassenverbleib auf den letzten Rundenspieltag verschob. Die Rettung folgte schließlich mit einem 20:20 beim TSV Rothenburg am finalen Saisonspieltag.

Am Ende fünf Absteiger?

Auch in der nun beginnenden Runde rechnet Bernd Becker mit einem spannenden Abstiegskampf bis zum Schluss. Schließlich steigt der Bayernliga-Meister diesmal nicht direkt auf und muss in die Relegation. Zudem gelten zwei bayerische Vereine in der Dritten Liga als Abstiegskandidaten. Steigen die ab und der Meister im weißblauen Oberhaus scheitert, gäbe es fünf Bayernliga-Absteiger. Dies hätte wohl zur Folge, dass mehr als die Hälfte der Bayernliga-Klubs um den Klassenverbleib kämpfen müsste.

In dieser Situation scheint es nicht unbedingt ein Vorteil, dass die Lohrer gleich mit einem schwierigen Auftaktprogramm starten. Die ersten beiden Heimgegner DJK Waldbüttelbrunn (22. September) und TSV Friedberg (6. Oktober) gelten als die Teams, die Topfavorit HSC Bad Neustadt am ehesten in Schwierigkeiten bringen können. Und auch die ersten beiden Kontrahenten auswärts, HaSpo Bayreuth am Samstag und HT München (3. Oktober), werden der erweiterten Spitze zugerechnet. „Wenn wir da irgendwie punkten könnten, wäre das klasse“, so Becker.

Der TSV-Coach hat in seinem insgesamt siebten Jahr in Lohr sein Team erheblich umbauen müssen. Bewährte Kräfte wie Milan Kralik, Marius Rahtz und Andreas Avar sind nicht mehr dabei. Zudem wird Zoltan Ferencsik aus beruflichen und privaten Gründen zumindest vorläufig pausieren. „Er steht aber Gewehr bei Fuß, wenn es personelle Probleme geben sollte“, betont der Lohrer Coach.

Dafür sind mit Kevin Gehl (vom TV Haibach) und Fabian Zehnter (Borussia Höchsten) zwei Eigengewächse zurückgekehrt, zudem sollen sich junge Talente aus dem eigenen Verein, wie Lorenz Schmitt, Jakob Röder oder Markus Seltsam, im Team etablieren. Insgesamt zählt Bernd Beckers Kader einschließlich Perspektivspieler 20 Mann. Den Youngstern könnte gleich im ersten Saisonspiel in Bayreuth eine wichtige Rolle zukommen. Schließlich fallen mit Ferdinand Schmitt (Urlaub) und Benjamin Horn (Rippenbruch) die potenziell ersten Besetzungen auf den Außenpositionen aus.

Zunächst mit Szabo und Hartig

Ins Tor wird Becker mit Tamas Szabo und Sven Hartig die Besetzung der Vorsaison aufbieten. Allerdings ist mit Tom Scheiner ein dritter Keeper nach einer Hüftoperation wieder fit, soll aber zunächst in der zweiten Mannschaft eingesetzt werden. „Auch er wird im Laufe der Saison bei uns noch Spielanteile erhalten“, so der Lohrer Coach.

U. Sommerkorn

Quelle: https://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Lohr-gleich-gegen-die-richtig-Grossen;art798,10058261

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