Haben sich die Lohrer erholt?

12.12.19

Er könnte in den Lohrer Rückraum wechseln: Lorenz Schmitt, in dieser Saison vor allem auf den Außenpositonen unterwegs.

Foto: Yvonne Vogeltanz

HaSpo Bayreuth – TSV Lohr

(Samstag, 19.30 Uhr, Schulzentrum Ost)

Drei Hinrundenspiele stehen für den TSV Lohr (7./12:8) in dieser Bayernliga-Saison noch an, die für den Fast-Absteiger aus der vorangegangenen Spielzeit mehr positive als negative Erlebnisse gebracht hat. Zuletzt jedoch bei der 16:24-Heimniederlage im Unterfranken-Derby gegen die DJK Waldbüttelbrunn zeigte die Leistungskurve des TSV-Teams eindeutig nach unten. "Vor allem die Körpersprache hat nicht gepasst. Im Vergleich zu den vorherigen Spielen war das ein deutlicher Rückschritt", stellte TSV-Trainer Maximilian Schmitt fest und ergänzte vor dem samstäglichen Gastspiel beim Tabellenersten HaSpo Bayreuth (1./18:4): "Es geht gar nicht so sehr ums Ergebnis, sondern vor allem darum, wie wir uns präsentieren."

Offensive Bayreuther Deckung

Die Lohrer müssen sich nach guten Ergebnissen zu Saisonbeginn offenbar daran gewöhnen, dass sich Gegner mit ihren Stärken und Schwächen intensiver auseinandersetzen, als vielleicht noch vor zwei Monaten. Waldbüttelbrunns Trainer Dusan Suchy hatte jedenfalls zuletzt im Derby eine Taktik entworfen, die den Lohrern viel von ihren Stärken nahm, indem er die Protagonisten im TSV-Rückraum, Spielertrainer Maximilian Schmitt und Jannik Schmitt, offensiv bekämpfen und den spanischen Ex-Nationalspieler Carlos Prieto am Kreis konsequent zustellen ließ. Auch beim ungeschlagenen Spitzenreiter Bayreuth – die Oberfranken spielten in elf Partien viermal unentschieden – dürften es die Lohrer wieder mit einer offensiven Deckungsformation zu tun bekommen. Eine Abwehr, die wohl noch früher attackiert als die Waldbüttelbrunner. "Da wird es darauf ankommen, dass wir uns viel ohne Ball bewegen", so Maximilian Schmitt.

Allerdings droht einer seiner beweglichsten Rückraumspieler auszufallen. Jannik Schmitt lag die Woche über mit hohem Fieber im Bett, sein Spielertrainer geht davon aus, dass es mit einem Einsatz am Samstag nicht klappt. Worin Maximilian Schmitt aber auch eine Chance sieht: "Es kann sein, dass daher Spieler auf Positionen zum Einsatz kommen, auf denen sie in dieser Saison noch nicht gespielt haben. Das könnte uns etwas weniger ausrechenbar machen." So könnte zum Beispiel ein Lorenz Schmitt, in dieser Bayernliga-Saison meist auf den Außenpositionen unterwegs, diesmal auch im Rückraum auftauchen.

Einen Schlüssel zum Erfolg für sein Team sieht Maximilian Schmitt darin, das schnelle Bayreuther Konterspiel zu unterbinden. Sprich: Seine Spieler sollen leichte Ballverluste vermeiden und sich nach technischen Fehlern im Angriff schnell zurückzuziehen. "Im Gegenstoß sind die Bayreuther sicher eine Klasse besser als wir. Aber wenn wir sie in den Positionsangriff zwingen, dann sind wir gleichwertig", sagt Maximilian Schmitt, der davon ausgeht, dass die Derby-Niederlage gegen Waldbüttelbrunn ein Ausrutscher und nicht die Wende zum Schlechteren gewesen ist.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post

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